Remos Mock Draft 1.0 2018

Es wieder an der Zeit für Geschichten aus dem Märchenwald. Und obwohl kein Mensch wirklich weiß, was der Draft bereithält, stehen wir doch alle auf einen guten alten Mock Draft. Weil dem so ist, wollte ich mich auch nicht lumpen lassen und feuer‘ jetzt auch mal wild aus der Hüfte.

Ähnlich wie Stolle in seinem Mock Draft nehme ich auch erstmal Abstand von potentiellen Trades. Und weil wir noch so viel Zeit haben und sich bis zum Draft eh noch einmal alles um 180 Grad dreht, spielen wir jetzt Mock Draft „Status Quo“.


„This is a Quarterback-League“

1. Cleveland Browns – Sam Darnold, QB (USC)

Die Browns brauchen einen Franchise-Quarterback! Diese Aussage ist so ausgelutscht, wie sie wahr ist. Wenn die Browns in der Free Agency keine Quarterback-Granate, sprich Kirk Cousins, an Land ziehen, können sie nicht anders, als an 1 einen Quarterback zu draften. Darnold ist groß, einigermaßen athletisch und hat einen starken Arm. Er ist vielleicht nicht der „fertigste“ Quarterback in diesem Draft, aber sein Charakter erregt eben auch keinerlei Besorgnis…

2. New York Giants – Josh Rosen, QB (UCLA)

Ewig können die Giants nicht mehr durch die Weltgeschichte wandern, ohne einen Ersatz für Eli Manning zu installieren. Da kommt so ein Draft natürlich mehr als recht. Mit Rosen kriegen die Giants den besten Passer unter allen Kandidaten und außerdem weiß der Junge, wie er mit Druck umzugehen hat.

3. Indianapolis Colts – Saquon Barkley, RB (Penn State)

Die Colts brauchen einen gesunden Andrew Luck, daran führt kein Weg vorbei. Was Luck den Wiedereinstieg aber erheblich erleichtern könnte – und die Colts-Offense sofort wieder auf ein Top-Level heben würde – ist ein Weltklasse Running Back. Und bei allem was wir bisher von Saquon Barkley gesehen haben, ist er genau das. Klar müssen sich die Colts auch dringend um ihre Defense bemühen, aber dafür haben sie ja noch 6 Runden Zeit…

4. Cleveland Browns – Bradley Chubb, DE (NC State)

Letztes Jahr haben sich die Browns mit Myles Garrett schon den besten DE des vergangen Jahrgangs gesichert und sie wären blöd an dieser Stelle nicht gleich mit Bradley Chubb nachzulegen. Potentiell hätten die Browns auf einen Schlag einen Franchise QB und einen günstigen, jungen, hungrigen und megaathletischen Passrush.

5. Denver Broncos – Quenton Nelson, G (Notre Dame)

Egal, wer in Denver Quarterback sein wird, ohne eine Verstärkung für die O-Line stehst du bei den Broncos auf verlorenem Posten. Quenton Nelson ist zwar „nur“ Guard, aber einer der sichersten Picks im Draft. Bei den Fighting Irish hat Nelson regelmäßig gegnerische Linemen ungespitzt in den Boden gerammt. Fürs Laufspiel wäre der 150kg Koloss ein Segen und auch beim Passblocking kann er den Broncos sofort helfen.

Defense wins Championships

6. New York Jets – Josh Allen, QB (Wyoming)

Josh Allen könnte der beste QB des Drafts oder ein zweiter Blake Bortles sein. Ähnlich wie damals bei Bortles sind Scouts begeistert von seiner Physis, Athletik und dem starken Arm. Aber wie es auch Bortles schon zu College-Zeiten gezeigt hat, mangelt es auch Josh Allen an der nötigen Genauigkeit.

7. Tampa Bay Buccaneers – Minkah Fitzpatrick, S/CB (Alabama)

Sicherlich hätten die Bucs an dieser Stelle gerne Quenton Nelson gedraftet, um Jameis Winston zu helfen, sein Potential voll auszuschöpfen. Aber der ist weg und deshalb adressieren sie ein weiteres großes Problem: Die Secondary. Fitzpatrick ist groß, schnell und aggressiv gegen den Ball. Kurzum: Der Typ ist eine Maschine.

8. Chicago Bears – Denzel Ward, CB (Ohio State)

Klar brauchen die Bears auch dringend einen WR, weswegen Ridley hier oft zu sehen sein wird. Allerdings haben First Round Receiver in den letzten Jahren nicht unbedingt glänzen können, während Ohio State DBs die Liga auf Trapp gehalten haben. Deswegen entscheiden sich die Bears in diesem Mock Draft für den besten verfügbaren Corner, obwohl der ein bisschen zu klein scheint (1,80m).

9. San Francisco 49ers – Trumaine Edmunds, LB (Virginia Tech)

Ich hoffe, dass sich die Anschuldigungen gegenüber Reuben Foster nicht bewahrheiten. Aber sollte er verurteilt und dann zurecht gecuttet werden, wäre Edmunds ein starker Ersatz und wenn nicht hätten die 49ers das beste junge Linebacker Paar der NFL – „Willis & Bowman Style“.

10. Oakland Raiders – Marcus Davenport, DE (UTSA)

Der Passrush der Raiders lässt trotz Khalil Mack doch stark zu wünschen übrig. Und damit ihr Defensive Player of the Year 2016 nicht andauernd gegen 2-3 Blocker kämpfen muss, holt sich Oakland Verstärkung in Form von Marcus Davenport.

Franchise Quarterbacks um jeden Preis

11. Miami Dolphins – Baker Mayfield, QB (Oklahoma)

Die Zeit des Smoking Jay ist vorbei und auch Ryan Tannehill hat wohl keine große Zukunft mehr in Süd-Florida. Mit Baker Mayfield wird die Offense in Miami endlich wieder so aufregend wie das Nachtleben in South Beach…

12. Cincinnati Bengals – Connor Williams, OT (Texas)

Letztes Jahr lief es weder über Dalton noch Mixon. Dass beide offensiv was reißen können, ist aber kein Geheimnis. Mit Connor Williams ist sofort beiden geholfen.

13. Washington Redskins – Roquan Smith, LB (Georgia)

Die Redskins laufen Gefahr, Zach Brown als Free Agent zu verlieren – und brauchen daher adäquaten Ersatz. Und wenn Brown doch bleiben sollte, umso besser…

14. Green Bay Packers – Mike Hughes, CB (UCF)

Die Packers brauchen dringend Verstärkung in ihrer Secondary. In diesem Draft werden sie endlich fündig. Hughes ist ein athletischer Corner, der sofort hilft.

15 Arizona Cardinals – Lamar Jackson, QB (Louisville)

Die Cardinals haben momentan keinen einzigen QB unter Vertrag. Lamar Jackson aka Mike Vick 2.0 ist zwar ein hohes Risiko an 15, aber das Potential ist riesig.

16. Baltimore Ravens, Calvin Ridley, WR (Alabama)

Die Ravens brauchen dringend ein paar Playmaker. Ridley ist groß und schnell. Aber um 50-50 Bälle zu gewinnen, fehlt ihm noch etwas die Kraft.

17. Los Angeles Chargers – Vita Vea, DL (Washington)

Die Chargers haben eine starke Defense, nur gegen den Run hapert es noch. Dabei sollte ein super athletischer 155kg-Bär doch helfen…

18. Seattle Seahawks –  Orlando Brown, OT (Oklahoma)

Neuer Draft, alte Leier. Aber es hilft ja alles nichts, die Seahawks brauchen endlich eine stabile O-Line. Brown könnte dabei der erste Schritt sein.

19. Dallas Cowboys – Derwin James, S (Florida State)

Eigentlich brauchen die Cowboys eher einen CB. Aber James ist ein Steal an 19 und Jones hat schon bewiesen, dass er auch außen spielen kann.

20. Detroit Lions – Ronald Jones II, RB (USC)

Die Lions schulden es Stafford, endlich mal ein vernünftiges Laufspiel zu etablieren. Jones ist ein physischer Runner mit exzellentem Speed, also genau, was der Doktor verschreibt…

Hinten kackt die Draft-Ente

21. Buffalo Bills – Maurice Hurst, DT (Michigan)

Ein bisschen undersized, dafür aber schnell. Ähnliches hat man über Aaron Donald auch gesagt…

22. Buffalo Bills – Mason Rudolph, QB (Oklahoma State)

Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Bills nicht mit Taylor oder Peterman in die Saison gehen wollen. Rudolph ist wahrscheinlich overdraftet an 22, aber QBs wachsen eben nicht an Bäumen.

23. Los Angeles Rams – Rashaan Evans, LB (Alabama)

Ein athletischer Linebacker, der problemlos RBs und TEs covern kann.

24. Carolina Panthers – Mike McGlinchey, OT (Notre Dame)

Die Panthers brauchen dringend Verstärkung in der O-Line, besonders sollten sie Norwood verlieren.

25. Tennessee Titans – Harold Landry, DE/OLB (Boston College)

Die Titans brauchen Hilfe beim Passrush über die Außen. Landry ist zwar undersized, findet aber oft den richtigen Weg.

26. Atlanta Falcons – Da’Ron Payne, DT (Alabama)

Die Falcons könnten sich von Poe verabschieden, mit Payne hätten sie den idealen Ersatz.

27. New Orleans Saints – Hayden Hurst, TE (South Carolina)

Solange Brees sein Niveau hält, ist das Super Bowl-Fenster offen für die Saints. Die TE-Position ist seit dem Abgang von Graham stark unterbesetzt.

28. Pittsburgh Steelers – Josh Jackson, CB (Iowa)

Du kannst nie genug gute Cornerbacks haben und Jackson wäre an Draft Position 28. ein echter Steal.

29. Jacksonville Jaguars – Christian Kirk, WR (Texas A&M)

Niemand weiß, was mit Allen Robinson passiert. Kirk ist gebaut wie ein Running Back, aber läuft exzellente Slot-Routes.

30. Minnesota Vikings – Billy Price, C/G (Ohio State)

Eigentlich haben die Vikings alles was sie brauchen. Nur in der O-Line, besonders beim Run-Blocking, können sie noch ausbessern.

31. New England Patriots – Jaire Alexander, CB (Louisville)

Auf Wiedersehen Butler, willkommen Alexander. Der junge CB aus Louisville könnte Butlers Position 1 zu 1 übernehmen.

32. Philadelphia Eagles – Arden Key, LB (LSU)

Key gibt LB-Depth und ist eine sofortige Verstärkung für Passing Downs.

 

Bis zum nächsten Mock Draft,

Euer Remo

 

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Geschrieben von Remo
Kurz und knackig zur Person: - abgeschlossenes Sportmanagementstudium - freier Sportjournalist/-marketer - Social-Media Ratte - 49ers-Fan - Berliner - Herthaner