Welcher Fantasy Football Typ bist du?

Klar, so gut wie allen von euch wird prinzipiell klar sein, was sich hinter dem Begriff „Fantasy Football“ verbirgt. Eine Online-Simulation, in der die Fans zum virtuellen Manager ihres eigenen NFL-Teams werden.

Es zählen nur die harten Fakten, keine subjektiven Meinungen oder Noten. Aber die Spieltertypen können sich krass unterscheiden. Welcher Typ bist du?

Wirft Patrick Mahomes einen No-Look-Pass für 13 Yards Raumgewinn, ist das ein Schmankerl für die Liebhaber dieses Sports. Fängt der Receiver aus eurem Fantasy-Team die Pille dabei in der Endzone, macht das Ganze gleich nochmal so viel Spaß.

Und zwar völlig unabhängig davon, ob ihr euch für die Chiefs und ihre Super Bowl-Aussichten interessiert. Entscheidend ist der Spieler, nicht das NFL-Team.

Drückt Todd Gurley beim Stand von 34:6 seinen dritten Touchdown des Tages für die Rams UND euer Fantasy-Team zwei Minuten vor Abpfiff über die Goalline, ist euer Wochenstart gerettet. Auch wenn ihr im Seahawks-Jersey vor dem Fernseher sitzt.

Fantasy ist eine Liebe fürs Leben.

Hat man einmal Blut geleckt, kommt man nicht mehr davon los. Fakt.

Welches Format man dabei am liebsten hat? Völlig egal.

Das klassische Standard Scoring für die Traditionalisten. Das PPR-Format, in der auch die Julian Edelmans dieser Welt die Anerkennung bekommen, die man für 8 Catches und 62 Yards jede Woche eben verdient. Oder aber Keeper- und Dynasty-Ligen für treue Seelen, denen etwas an Nachhaltigkeit liegt.

Egal ob man es als Einsteiger das erste Mal wagt, einer Liga beizutreten – oder man als Experte nach Jahren überlegt, sich bei IKEA einen eigenen Trophäenschrank für seine zahllosen Fantasy-Titel zuzulegen: Jeder von uns wird nach kürzester Zeit merken, dass man in jeder Liga und jedem Format auf die immer gleichen Charaktere trifft. Die große Frage ist: Welcher Fantasy-Typ bist du???

Der Wissenschaftler

Dieser Typus „General Manager“ (GM) begreift das Hobby Fantasy Football als etwas, das der gemeine Spieler nie begreifen wird: Eine Wissenschaft, in der der Zufall keine Rolle spielt. In der jede Unwägbarkeit im Vorfeld ausgeschlossen werden kann. In der die Frage, welcher Running Back sich im internen Konkurrenzkampf seines NFL-Teams am Ende der Preseason durchsetzen und damit den höheren Fantasy-Draft-Pick wert sein wird, keine Frage des Videotapes ist, sondern von den athletischen Messwerten der Kandidaten abhängt. Vom Body-Mass-Index. Oder vom Körperfettanteil. 

Die Nervensäge

In jeder Liga gibt es mindestens einen GM, der seinen Mitstreitern nicht nur mit großspurigen Ankündigungen schon während der Offseason in der Fantasy-WhatsApp-Gruppe auf die Nerven geht, sondern auch im Draft schnell Freunde findet, weil er JEDEN eurer Picks kommentiert. Und dabei nicht mit Häme geizt. Denn er weiß es besser. Immer. Und spätestens bei seinem ersten Trade-Angebot während der Saison merkt ihr, dass er euch auch noch für dumm verkaufen möchte. Das Problem dabei ist ja nicht, dass er’s versucht – sondern sich dann auch noch tierisch darüber aufregt, wenn ihr vom Angebot „Wendell Smallwood & Jarvis Landry“ für euren „Saquon Barkley“ nur bedingt überzeugt seid.

Der Pessimist

Die Tatsache, dass dieser GM jeden einzelnen Backup Running Back der NFL auf seinem Tablet gespeichert hat (nur zur Sicherheit, auswendig kennt er sie ja eh alle), um bei einer Verletzung des jeweiligen Starters sofort zuschlagen zu können, macht ihn ja fast noch sympathisch. Der Fakt, dass er allerdings bereits nach sechs Minuten im ersten Viertel des NFL-Spieltags seine Fantasy-Woche für beendet erklärt, ist bedenklich. Lässt sich aber auf Teufel komm‘ raus nicht ändern. Er kann einfach nicht anders. Alles was schiefgehen kann, wird es auch. Murphy’s Law. Allen anderen GMs bleibt nichts anderes übrig, als das Gewimmer über sich ergehen zu lassen.

Der Spielverderber

Ein Typ Fantasy Footballer, der sich irgendwann einmal von einem Kumpel überreden ließ, „auch mal mitzuspielen“, ohne dabei außer dem Super Bowl jemals ein NFL-Spiel gesehen zu haben, kann einem echt die Laune verderben. Zumindest wenn er nach seinem Draft per Autopick auch nach der Hälfte der Saison noch nicht verstanden hat, dass die Grundvoraussetzung jedes Fantasy-Matchups ein komplettes Lineup ist. Denn gegen ein Team voller Invaliden und Spieler in der Bye Week zu gewinnen, macht halt nicht wirklich Spaß. Dem Spielverderber ist das egal – er hat ja schon seit Wochen nicht mehr in seine Fantasy-App geguckt.


Solltet ihr euch hier nicht erkennen: Seid froh! Doch sind wir ehrlich: Jeder von uns wird sich zumindest ein Stück weit in dieser Typologie wiederfinden. Ob er will oder nicht… Nur die Spielverderber solltet ihr euch nicht als Vorbild nehmen – sondern versuchen, sie so schnell wie möglich aus eurer Liga zu entfernen. 

Für alle anderen haben wir von der Footballerei, genauer Kucze und ich, pünktlich zur diesjährigen Draft- und Saisonvorbereitung einen kleinen Ratgeber als eBook im Angebot: Den ultimativen FANTASY FOOTBALL GUIDE 2019. Für Einsteiger und Profis. Inklusive 200 Spieler-Rankings. Mit allen Plattformen, Positionen und Formaten. Und jeder Menge Herzblut. Viel Spaß damit! 

Euer Detti

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