Draft 2018: Remos Top 6 Quarterbacks

Wer wird der nächste Spitzenverdiener der NFL? Momentan fühlt es sich so an, als würden die Liga-Bosse jedes Jahr noch einen oben drauf setzen, wenn es darum geht den dicksten Vertrag rauszuhauen. Diese Quarterbacks haben gute Chancen, in ein paar Jahren solch einen Mega-Deal abzugreifen.

Nicht wenige Experten sehen diesen Draft als besten Quarterback-Draft seit 2004. Damals gingen Eli Manning, Ben Roethlisberger und Philip Rivers über die Ladentheke. In diesem Jahr könnten tatsächlich 6 (!) Quarterbacks in der ersten Runde gedraftet werden. Und ich würde mich nicht wundern, wenn 4 von 6 in den Top 10 weggehen…



Baker Mayfield, Oklahoma

Mayfield ist der Gunslinger! Er hat einfach das gewisse Etwas, dass man sich von potentiellen Franchise Quarterbacks wünscht. Und obwohl er nicht den stärksten Arm hat und nicht die prototypische Größe eines Signal Callers, kann Mayfield jeden denkbaren Pass anbringen. Mit seiner Art macht sich Baker Mayfield aber nicht nur Freunde. Seine sehr extrovertierte Art erinnert den einen oder anderen an Johnny Manziel – und das will nun wirklich kein Team. Zumal er im März 2017 ja einen kleinen Zusammenstoß mit der Polizei hatte…

Josh Allen, Wyoming

Ein Mann wie ein Baum! Der 1,96m große und 110kg schwere Allen hat eine Rakete als Arm. Wenn er wollte, könnte er mit seinem Fastball wahrscheinlich nen Elefanten ausknocken. Auch sein Auftritt beim Senior Bowl hat seinem Draft Stock keinen Abbruch getan. Allerdings konnte Allen in einer Saison noch nie mehr als 59% seiner Pässe an den Mann bringen, weswegen er wohl noch etwas Zeit benötigen wird. Was ja nicht heißt, dass nicht doch ein Team schon sehr früh zuschlagen könnte…

Josh Rosen, UCLA

The Chosen Rosen ist der große Ästhet unter den QB-Prospects. Einige NFL Scouts haben Rosens Wurfbewegung schon mit der von John Elway verglichen und schwärmen von der „tight Spiral“, die der Mann aus LA werfen kann. Und auch ich muss sagen, dass Rosen für mich der mit Abstand beste reine Passer im diesjährigen Draft ist. Er hat alles, was wir uns bei Quarterbacks wünschen. Sogar seine Mobilität ist besser als viele denken. Es gibt aber dennoch zwei nicht von der Hand zu weisende Probleme mit Rosen. 1. Seine Verletzungsanfälligkeit – und 2. seine „schwierige Persönlichkeit“. Berichten zufolge ist Rosen nämlich nicht gerade ein „Locker Room Guy“ und oft hört man das Wort „egoistisch“ im Bezug auf den UCLA QB.

Sam Darnold, USC

„Scam for Sam“ war schon vor der 2017 College Saison der Schlachtruf, den wir Teams wie den Jets und Browns auf die Fahne geschrieben haben. Scouts und Experten waren sich einig, der Rotschopf von der USC ist „the next big thing“. Und obwohl Darnold bei Leibe keine überragende Saison gespielt hat, steht er bei vielen immer noch ganz oben auf der Liste. Viele Insider vergleichen ihn mit Carson Wentz, und das nicht nur wegen der Haarfarbe. Darnold hat die prototypische Figur eines NFL Quarterbacks, einen starken Arm und kann Plays kreieren – ist aber hier und da noch etwas ungenau.

Lamar Jackson, Louisville

Der bessere Michael Vick! 2016 hat Jackson die College-Welt auf den Kopf gestellt: 3.543 Passing Yards, 30 TDs + 1.571 Rushing Yards mit insgesamt 21 TDs! Diese Stats lesen sich wie aus einem Videospiel – und so sah es teilweise auch aus. Obwohl Baker Mayfield sich 2017 die Heisman Trophy gesichert hat, Jackson wäre ein würdiger Kandidat für den Repeat gewesen. Trotz seiner Zahlen gibt es einige Kritiker, die aus diesem Überathleten lieber einen NFL-Receiver als Quarterback machen wollen. Aber neben seinen unfassbar schnellen Beinen hat Jackson eben auch einen saustarken Arm. Allerdings ist fraglich, ob seine Ungenauigkeiten in der NFL nicht doppelt bestraft werden könnten.

Mason Rudolph, Oklahoma State

Der Underdog! Trotz einer bockstarken Saison 2017 kriegt Rudolph von vielen Experten kein „First Round Grade“, was vor allem daran liegt, dass der 1,96m Hüne ungefähr so athletisch ist wie Matt Hasselbeck nach 13 Bier. In seiner vierjährigen College-Karriere hat er insgesamt 25 Yards Raumgewinn mit seinen Beinen erzielt… Dafür hat er dann eben aber auch für 4.553 Yards und 35 TDs geworfen – und das ganze bei 10 Yards per Attempt und 65% Completion Rate. Und weil Quarterbacks dieses Jahr so gefragt sein werden wie eh und je, würde es mich nicht wundern, wenn auch Rudolph an Tag 1 weg gehen sollte.

 

Bis dahin,

Euer Remo

 

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Geschrieben von Remo
Kurz und knackig zur Person: - abgeschlossenes Sportmanagementstudium - freier Sportjournalist/-marketer - Social-Media Ratte - 49ers-Fan - Berliner - Herthaner