Die großen Namen der Free Agency haben mittlerweile fast alle einen Vertrag unterschrieben und der Super Bowl Champion scheint jetzt schon der klare Sieger der Offseason zu sein… Ich muss zugeben, ich freue mich auf eine NFL ohne Brady und Belichick. Kann ja nicht mehr allzu lange dauern, 10 – 15 Jahre maximal. Während also die New England Patriots sich noch einmal verstärkt und unter den verfügbaren Defense-Spielern ordentlich abgesahnt haben, gibt es auf der anderen Seite natürlich auch einige, für die die Free Agency bisher so gar nicht nach Plan lief…

10. Green Bay Packers

Zwar hat sich Ted Thompson endlich mal aus seinem Free Agency-Schneckenhaus getraut und Martellus Bennett gesigned, aber dafür hat er etliche wichtige Spieler verloren. Micah Hyde war in der letzten Saison einer der wenigen Lichtblicke in der Secondary der Packers, spielt in der nächsten Saison allerdings für die Buffalo Bills. T.J. Lang, ein wichtiger Baustein für die gute Passprotection, sichert in der kommenden Spielzeit Matthew Staffords Arsch ab. Selbst Passrush-Opa Julius Peppers konnte nicht gehalten werden. Packers-Fans können nicht allzu glücklich sein mit den Moves ihres Teams.


9. Drew Brees

Um die Offensive der Saints muss man sich seit Jahren eigentlich keine Gedanken machen. Drew Brees schaukelt das schon! Aber auch ein erstklassiger Gunslinger wie Drew Brees braucht Leute, die seine Pässe fangen. Mit Brandin Cooks haben die Saints ihren besten Receiver an die Patriots verloren. Ohne Graham und Cooks bleiben Brees jetzt eigentlich nur noch Willie Snead, Michael Thomas und Ted Ginn, der leidet aber ja leider immer wieder an akuten Dropsies. Mich würde es nicht wundern, wenn Brees in der kommenden Saison tatsächlich weniger als 5000 Yards wirft

8. Dallas Cowboys Secondary

Die Secondary der Cowboys war schon vor der letzten Saison nicht besonders tief besetzt, hat aber trotz fehlender Superstars eine starke Saison gespielt. Genau das haben sich jetzt einige Spieler gleich vergolden lassen. Morris Claiborne, Brandon Carr, J.J. Wilcox und Barry Church haben allesamt woanders unterschrieben, adäquater Ersatz ist noch nicht gefunden. Jerry Jones wird wohl wieder auf sein Draft-Glück hoffen

7. New York Jets Fans

Die Jets versuchen ja nicht mal, ein Geheimnis daraus zu machen, dass sie die nächste Saison schon abgeschrieben haben. Josh McCown???? Der ist zwar ein guter Backup, aber beileibe kein Starter, zumal er noch zerbrechlicher ist als Tony Romo. In New York scheinen sie sich dem „Scam for Sam“ (Sam Darnold) verschrieben zu haben und werden wohl das schlechteste Team der NFL stellen. Schade um Todd Bowles.

6. Top FA Wide Receivers

Die mutmaßlichen „Top-Receiver“ der diesjährigen Free Agency haben keine dicken Verträge abkassieren können. Alshon Jeffery und Terrell Pryor müssen sich mit Einjahresverträgen beweisen, und kein Passempfänger wurde überbezahlt – außer vielleicht Pierre Garcon. Das hatten sich die Jungs bestimmt anders vorgestellt.

5. Washington Redskins

Die Redskins sind ein absoluter Chaos-Trupp. Obwohl Cousins Jahr für Jahr beweist, dass er ein solider bis guter NFL-Starter ist, wollen sie ihn in Washington nicht langfristig binden. Noch dazu sind die Skins die einzige Franchise in der Geschichte, die in einer Offseason zwei 1000-Yard-Receiver verliert. Ach und dann war da ja noch diese unschöne Geschichte mit der Entlassung von GM Scot McCloughan. Na dann, Prost!

4. Running Backs

Running Backs scheinen aus der Mode gekommen zu sein. Zumindest wollen die NFL-Teams wohl nicht mehr so viel Geld für RBs in die Hand nehmen. Wer kann es den General Managern denn auch verübeln, scheint es doch jedes Jahr echte Diamanten in den späteren Draft-Runden zu geben. Trotzdem ist es für mich verwunderlich, dass anscheinend kaum jemand Interesse hat an zukünftigen Hall of Famern wie Jamaal Charles oder Adrian Peterson. Einen dicken Deal werden wohl beide nicht mehr bekommen.

3. Cinicinnati Bengals

Es ist noch nicht lange her, da hatten die Bengals einen der talentiertesten Kader der NFL. Zwei Free Agencys später sind nur noch A.J. Green, Tyler Eifert und die Red Rifle übrig. Die Defense ist zwar noch solide, hat aber auch wichtige Leute verloren. Mit so einer dezimierten O-Line und eigentlich nur noch zwei Waffen im Passspiel müssen Andy Dalton und die Bengals aufpassen, nicht im Keller der AFC North zu landen – hinter den Browns! Gio Bernard hat die Free Agency Moves seines Teams wohl am besten zusammen gefasst:

2. Arizona Cardinals

Die letzte Saison hätte es werden sollen für die Cardinals, aber nix war. Palmer hat aufgrund einer schwachen O-Line seine Receiver nicht mehr gefunden und die Offensive bestand eigentlich nur noch aus David Johnson. Immerhin war die Defense stark. Aber da ist auch schon das Problem: Mit Calais Campbell und Tony Jefferson hat man zwei wichtige Stützen der Defense verloren und in der Offense hat sich auch nicht viel getan. Und by the way Palmer und Fitzgerald werden auch nicht jünger. Die Cardinals können von Glück sprechen, dass sie zweimal pro Jahr gegen die Rams und 49ers antreten dürfen.

1. Veteran-Quarterbacks

Was ist eigentlich auf dem Quarterback-Markt los? Können sich die Texans und Cowboys nicht endlich über einen Romo-Deal einigen? Und was ist jetzt eigentlich mit Jay Cutler? Zugegebenermaßen ist Colin Kaepernick nicht mehr der Super Bowl QB von 2013, aber definitiv besser als manch anderer Quarterback aktuell unter Vertrag (Mark Sanchez/*hust). Anscheinend ist kein Team so richtig heiß darauf, einen QB unter Vertrag zu nehmen, der auf dem absteigenden Ast zu sein scheint. Ich bin sehr gespannt, wann, wo und für wie viel die Veteran QBs gesigned werden. Meine Vermutung: Sie bekommen alle viel weniger Geld als vor der Free Agency erwartet.

Thanks for everything cowboy nation. @candiceromo

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Remo
Geschrieben von Remo
Kurz und knackig zur Person: - abgeschlossenes Sportmanagementstudium - freier Sportjournalist/-marketer - Social-Media Ratte - 49ers-Fan - Berliner - Herthaner