Was der Chili con Carsten kann, kann der Stolle schon lange. Er hat sich eben nur besser unter Kontrolle. Ich rede von RageMode. Was unserem Ex-Tagessuppensuperstar (bitte auf Englisch übersetzen) die Dolphins sind, sind mir die Jungs vom Postamt. Die Packers also.

Eigentlich versuche ich mich ja so neutral wie möglich zu verhalten. Nicht, weil ich so furchtbar professionell bin, sondern weil ich einfach gern jedem Team den Arschtritt versetzen möchte, den es ab und an verdient. Und weil ich so neutral bin, trag ich ja auch am liebsten Eishockey-Shirts…?


Aber heute, heute muss ich mal Dampf ablassen. Heute bekommen die Packers – allen voran Head Coach Mike McCarthy und GM Ted Thompson ihr Fett weg. Und wer schon einmal in Green Bay war, der weiß, wir packen noch ne Schaufel Butter auf unser Fett oben drauf!

Im neuen Concussion Protocol teile ich euch unverblümt mit, warum McCarthy vielleicht doch nicht mehr ein so grandioser Offensive Coach ist, wie das vor einigen Jahren noch der Fall war. Und bei Herrn Thompson stelle ich mir die Frage, ob er eigentlich weiß, wie man einen Quarterback scoutet?

Natürlich füttere ich eure hungrigen Mäuler auch in dieser Folge mit der Wurst der Woche. Shane Falcos Award findet dieses Mal den Weg in die Wüste Arizonas. Im College Football steht die beste Woche der Saison an: Rivalry Week. Und wie immer kommen eure Fragen nicht zu kurz.

Power Ranking:

1 Philadelphia Eagles (#1): Alles wie immer an der Spitze. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit gegen die Cowboys schalteten die Eagles mal hoch vom ersten in den vierten Gang und ließen jede Menge Road Kill zurück.

2 New Orleans Saints (#2): Gerade, als wir alle die Siegesserie der Saints für beendet erklären wollten, wurden wir daran erinnert, dass New Orleans ja immer noch Drew Brees hat. Seine 11 Completions in Folge in den letzten Minuten des vierten Viertels brachten die Saints zurück in die Spur.

3 New England Patriots (#4): Lag es am Höhentraining oder müssen wir uns einfach damit abfinden, dass die Patriots von Woche zu Woche gefährlicher werden. Krasse und einseitige Nummer in Mexiko.

4 Minnesota Vikings (#5): Nach einer extrem ausgeglichenen ersten Halbzeit brachten ein paar Gläser Met die Wikinger in Schwung. Fast 300 Yards machten Case Keenum, Adam Thielen und Latavius Murray in Halbzeit 2 gegen die hochgelobte Rams Defense.

5 Los Angeles Rams (#3): Harte Lektion in Minnesota. Vor allem Rookie WR Cooper Kupp würde diesen Tag wohl am liebsten vergessen. Er hätte mehrfach für nen Momentum Change sorgen können. Die Chance für Wiedergutmachung kommt direkt am Sonntag: New Orleans.

6 Pittsburgh Steelers (#6): Auf dem Papier sah der Sieg überlegen aus. Gefühlt war es wesentlich knapper. Mir fehlt bei den Steelers vor allem in der Offensive einfach die Konstanz. 60 Minuten ist das Zauberwort.

7 Carolina Panthers (#7): Eine Woche ohne Tschäm ist wie Whiskey Cola ohne Jim Beam…

8 Jacksonville Jaguars (#8): Dass man mal sagen würde, dass ein Sieg gegen Cleveland Pflichtprogramm für die Jags sein würde, hätte ich auch nicht gedacht. Mehr war es dann aber auch nicht.

9 Atlanta Falcons (#13): Der Vize-Meister hat den Hangover überstanden. Zwei gaaaanz wichtige und seeeehr überzeugende Siege zuletzt gegen Dallas und in Seattle. Punkt.

10 Seattle Seahawks (#9): Da sich meiner Meinung nach kein anderes Team aufdrängt, bleiben die Hawks trotz Niederlage in den Top10. Der erste Test ohne die Hälfte der Legion of Boom ging knapp verloren. Erneut war Russell Wilson Alleinunterhalter im Angriff. Wie lang geht das noch gut?

Back 2 School Poll:

Alles, was ihr glaubt über diese College-Saison zu wissen, wird euch am kommenden Wochenende um die Ohren gehauen. Denn es ist Rivalry Week! Überraschungen sind garantiert. Und oft werfen sie das komplette Playoff-Ranking nochmal über den Haufen.

1 Alabama (11-0): Underdog Mercer erhielt nen fetten Scheck und dazu jede Menge Prügel. Bama konnte einige Stars schonen und bereitet sich mit gewohnter Sabanscher Gelassenheit auf den Iron Bowl vor. Selten hatte das Duell gegen Auburn so eine große Bedeutung.

2 Clemson (10-1): Siehe Alabama. Leichter Gegner. Leichter Sieg. Dicker Scheck. Jetzt wartet South Carolina. Die Gamecocks sind gut in Fahrt gekommen zuletzt.

3 Oklahoma (10-1): 469 Yards Offense gegen Kansas waren ein Season Low. Kaum zu glauben. Und dazu gab’s den viel beachteten (und nicht zum ersten Mal gesehenen) Eiergriff von Baker Mayfield. Drama sieht anders aus.

4 Miami (10-0): Die Hurricanes mussten sich überraschend doll strecken gegen Virginia. Nach einem 14:28-Rückstand setzte sich Miami aber noch mit 44:28 durch.

5 Wisconsin (11-0): Als einziges der Big Teams hatten die Badgers nen dicken Brocken vor der Brust. Doch dank einer erneuten brutalen Performance der Defense wurde Michigan in die Schranken verwiesen.

6 Auburn (9-2): Weiteres Team mit Aufbaugegner. QB Jarrett Stidham hat sich im Laufe der Saison zu nem echten Star entwickelt. Wer weiß, ob den Tigers ein erneutes Kunststück gegen Bama gelingt.

7 Georgia (10-1): Fast 400 Rushing Yards gegen Kentucky. Georgia, weiß, was gut ist. Jetzt warten das ewige Duell gegen Georgia Tech und die Frage, wer Gegner im SEC Championship Game sein wird.

8 Ohio State (9-2): Ohio State punktete bei seinen ersten sechs Drives. Illinois erzielte nur fünf First Downs. Nuff Said… Der Sieg sicherte den Buckeyes den Platz im BigTen Championship Game.

9 Notre Dame (9-2): Nur rund 17 Minuten Ballbesitz gegen Navy, aber das Beste draus gemacht. Die Fighting Irish dürfen weiter auf eine Teilnahme an einem New Year’s Bowl hoffen.

10 Central Florida (10-0): Neu unter den Top10. Weil sie weiterhin ungeschlagen sind und weil USC zwar UCLA schlagen konnte, aber nur knapp. Die Knights sind die Cinderella Story der Saison. Heißt: Coach Scott Frost ist nächste Saison weg…

Auch stark: Memphis (9-1), viele Teams mit zwei Niederlagen.

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In diesem Sinne,

Euer Stolle

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Stolle
Geschrieben von Stolle
PR Pro (Hamburg Freezers, Oakland Raiders, NFL Europe) - Packer Backer - Dreamer - Hard Worker - Proud Dad.