Wir haben oft drüber gesprochen: Beschissenes Coaching. Auf dem Rasen. An der Sideline. Im dunklen Kämmerchen. Gibt es jede Woche. Doch was die letzten Tage abging, war doch in vielerlei Hinsicht ein neuer Tiefpunkt. Coaches, wir haben also Redebedarf!

Wieso wirken die Dallas Cowboys, als hätte sie der Ausfall von Ezekiel Elliott überrascht? Warum entwickeln sich die Chicago Bears in die falsche Richtung? Und was zum Henker hat Ben McAdoo eigentlich geraucht?


In der neuen Folge des Concussion Protocol bekommen die Head Coaches dieser Teams ordentlich Feuer. Dazu dreht sich extrem viel um College Football. Schließlich gab es hier am „Black Saturday“ jede Menge Trainerentlassungen und Neuverpflichtungen. Und ganz nebenbei steht fest, wer kommendes Wochenende in den Championship Games der einzelnen Conferences spielen wird.

Auch ein frisches Power Ranking präsentiere ich euch. Und selbstverständlich sind eure Fragen wieder Thema. Und nicht zu wenige. Ich spreche über die New York Jets und ihre Quarterback-Zukunft, über Jimmy Garoppolo und die 49ers, über Coordinators in der NFL, die Vikings und ihre Quarterback-Situation, Wide Receiver am College und werde auch noch ganz persönlich…

Power Ranking:

Die Top 3 seht ihr im Video. Ich habe ein Team unter den ersten Drei, das da noch nie war diese Saison…

4 Los Angeles Rams (#5): Monster-Performance der Defensive. Selten sah Derw Brees in seiner langen Karriere so harmlos und überfordert aus. Dazu eine weitere extrem reife Show von Jared Goff und seinen Rookie Receivern.

5 Pittburgh Steelers (#6): Ein weiterer Pflichtsieg. Dieses Mal gegen angeschlagene und doch tapfer kämpfende Packers. Le’Veon Bell und Antonio Brown haben den Unterschied gemacht. Aber reicht das, um in der AFC die Krone zu gewinnen?

6 New Orleans Saints (#2): Erste Niederlage nach acht Siegen in Serie. Die Serie musste mal reißen. Doch die Ausfälle von Marshon Lattimore und Alex Okafor waren deutlich sichtbar.

7 Atlanta Falcons (#9): Die Falcons kommen rechtzeitig in Fahrt. Müssen sie auch, wollen sie in dieser starken Division was reißen. Drei Siege in Serie und erstmals sah die Offensive so gefährlich aus wie vor einem Jahr.

8 Carolina Panthers (#7): Ein gutes Team muss auch hässlich gewinnen können. Die Jets haben Cam (Tschäm) und Co. alles abverlangt. Doch zum Glück gibt es noch Luke Kuechly. Der erste Defensive TD der Saison für die #2 Defense des Jahres brachte die Wende.

Seattle Seahawks (#10): Alles wie immer in Seattle. Wird langsam langweilig, immer wieder über Zauber-Wilson, fehlende Protection, fehlendes Laufspiel und verletzte Secondary zu sprechen.

10 Los Angeles Chargers (#16): Die Chargers trotz Negativbilanz? Ja! Denn LA hat fünf der letzten sieben Spiele gewonnen. Und beide Niederlagen (JAX, NE) waren extrem knapp. Die Offense um Philip Rivers rollte zuletzt und die Defense zeigte in Dallas die beste Saisonleistung.

Back 2 School Poll:

Die Rivalry Week brachte wie immer jede Menge Drama und die eine oder andere Überraschung mit sich. Keine hatte aber einen so großen Einfluss auf die Championship Week und die Playoffs wie die Niederlage von Alabama im Iron Bowl.

1 Auburn (10-2): Von #6 auf #1. Bei mir geht das. Die Tigers haben nach einem miesen Saisonstart alles aus dem Weg geräumt. Und nach Georgia auch Alabama in die Schranken verwiesen. Vor allem bei 3rd Downs (Offense und Defense) eine sehr starke Vorstellung. Ach ja, und QB Jarrett Stidham ist einer, auf den man 2018 ein Auge haben sollte…

2 Oklahoma (11-1): Baker Mayfield ist Oklahoma – im guten und schlechten Sinne. Aufgrund seiner Gesten und Posen vor einer Woche saß er zu Spielbeginn gegen West Virginia auf der Bank, warf aber dann doch noch 3 TDs. Die Sooners erzielten zum siebten Mal in dieser Saison mehr als 600 Yards!

3 Wisconsin (12-0): Die Polls und Playoff-Gurus können meckern, so viel wie sie wollen: die Badgers sind das einzig ungeschlagene Power5 Team. Und nach überzeugenden Siegen gegen Iowa und Michigan wurde der Kampf um Paul Bunyans Axt in Minnesota zu einer einseitigen Nummer.

4 Clemson (11-1): Vielleicht die beste Vorstellung der Tigers diese Saison. Gegen Erzrivale South Carolina legten sie 469 Yards aufs Parkett und erlaubten nur 10 First Downs.

5 Georgia (11-1): Es ging nicht nur gegen Georgia Tech, sondern auch gegen die gefürchtete Triple Option. Und trotzdem dominierten die Bulldogs und rannten die Jackets in Grund und Boden.

6 Alabama (11-1): Eine Niederlage zum schlechtesten Zeitpunkt überhaupt. Bama spielte fahrlässigen und fehlerhaften Football. Kennt man eigentlich nicht von Nick Sabans Jungs. Jetzt müssen sie auf die Konkurrenz hoffen, um nicht erstmals die Playoffs zu verpassen.

7 Miami (10-1): Bittere Pleite für die Canes. Gegen Pitt (vorher 4 Siege) und einen True Freshman QB so schlecht auszusehen, bringt wenig Punkte beim Playoff-Komitee. Zum Glück kann Miami im ACC-Endspiel alles wieder in Ordnung bringen.

8 Ohio State (10-2): Ein schweres Stück Arbeit war das für die Buckeyes gegen Michigan. Doch trotz der Verletzung von QB J.T. Barrett reichte es am Ende.

9 Central Florida (11-0): Die Knights sind neben Wisconsin das einzige Team in der FCS ohne Pleite. Gegen South Florida musste UCF aber bis zum Schluss kämpfen. Irre Schlussminuten inkl. dem entscheidenden 95-Yard Kickoff Return TD 88 Sekunden vorm Ende.

10 Memphis (10-1): Die Tigers drückten East Carolina mal eben 70 (!) Punkte aufs Auge. Jetzt wartet das vielleicht spektakulärste aller Championship Games auf Memphis: Ein Duell gegen Central Florida.

Auch stark: USC, Penn State, Wasington, TCU (alle 2 Niederlagen).

++++++++++++++++++++++

In diesem Sinne,

Euer Stolle

Teilen:
Stolle
Geschrieben von Stolle

PR Pro (Hamburg Freezers, Oakland Raiders, NFL Europe) – Packer Backer – Dreamer – Hard Worker – Proud Dad.