It’s Playoffs Time, Baby! Nach einer unendlich langen Offseason, einer unnötig langen Preseason und 17 Wochen feinstem Football sind wir endlich da angelangt, wo es wirklich lustig wird. Und weil es nur noch zwölf Teams sind, die sich um den heiligen Gral bekriegen, gehen wir auch im neuesten Power Ranking ans Eingemachte.

Wir streichen alle 20 Teams raus, die sich 17 Wochen lang umsonst blaue Flecken, kaputte Knie und jede Menge peinliche Tweets der Footballerei ansehen mussten. Nur wer es in die Playoffs geschafft hat, hat es auch ins Power Ranking geschafft. Der Rest ist Ausschussware.


Aus 32 mach 12

Tschüs Cleveland (Glückwunsch zum First Overall Pick im Draft). Tschüs Rex, Tschüs Chip, Tschüs an all die anderen Trainer. Tschüs Tampa und Tschüs Washington, letzte Ausfahrt verpasst. Selbst eure Fans verstecken sich hinter billigen Halloween-Masken und glänzen mit erstklassigen Analysen…

12 – Houston Texans: Die Houston Texans sind wie der 13-jährige Steve, der seit vier Jahren die dritte Klasse besucht. Unter den Neunjährigen macht Steve, dem schon erste Haare am Sack wachsen, nen Max. Er schubst die Kleinen rum, klaut ihnen Taschengeld und ihr Lunch-Paket. Aber wenn Steve mal unter Gleichaltrigen wäre, wäre er nur ein armes Würstchen ohne Freunde. Heißt auf deutsch: Wenn die Texans nicht in der AFC South spielen würden, wären sie wohl nur ein 6:10-Team.

11 – Detroit Lions: In Detroit ist man ja Kummer gewohnt. Aber diese Saison ist echt hart. Da stehen die Packers bei 4:6 und die Vikings brechen ohne Peterson und Bridgewater nach nem Traumstart völlig ein. Der rote Teppich zur NFC North-Krone ist bereits ausgerollt. Doch die Lions legen sich ordentlich auf den Bauch und vergeigen es noch ordentlich. Drei Pleiten zum Saisonausklang. Glaubt echt noch jemand in der Motor City an einen Sieg in Seattle?

10 – Miami Dolphins: Schwer zu sagen, ob die Dolphins keinen Bock mehr hatten oder ob sie einfach so viel schlechter sind als die Patriots. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Dennoch müssen sich die süßen Tierchen ganz schnell aufrappeln, wollen sie gegen Pittsburghs Über-Offense eine Chance haben.

9 – Seattle Seahawks: Vielleicht ist Platz 9 ein wenig tiefgestapelt, aber irgendwo muss man Seattle ja platzieren. Und nach den teilweise fragwürdigen Leistungen der vergangenen Wochen – den knappen Sieg gegen unterirdische 49ers eingerechnet – sind andere Titelkonkurrenten halt besser. Und dann diese ständigen Eskapaden an der Seitenlinie. Zum Glück ist das Erreichen der Divisional-Playoffs nur ne Formsache.

8 – Pittsburgh Steelers: Das Spiel gegen die Browns braucht man gar nicht bewerten, wenngleich der Einsatz gestimmt hat. Aber die Steelers werden daheim kaum zu schlagen sein. Punkt. Sie sind vielleicht nicht so stark, wie vor der Saison angenommen, aber Big Ben ist in der AFC nach Brady der zweitbeste Quarterback in den Playoffs. Das macht Hoffnung.

7 – New York Giants: Respekt, New York. Da ging es einfach mal um Nichts gegen die Redskins (für die es um alles ging) und die Giants sichern sich trotzdem den Sieg. Die Einstellung stimmt bei der Truppe. Die Defensive sowieso. Aber es ist schwer vorstellbar, dass man nur mit Defense in Green Bay gewinnen kann.

6 – Oakland Raiders: Wie sehr der Verlust eines Franchise-Quarterbacks einem Team doch zusetzen kann. Die Raiders waren in Woche 17 nicht wiederzuerkennen. Und Matt McGloin hat nicht gerade für Euphorie gesorgt – weder mit seiner Leistung noch mit seinem verletzungsbedingten Ausscheiden. Innerhalb von acht Tagen scheint den Raiders komplett der Boden unter den Füßen weggerissen worden zu sein. Aber wenn man schon auswärts antreten muss in den Playoffs, dann doch bitte in Houston.

5 – Green Bay Packers: Sechs Siege in Serie. Aaron Rodgers hat das Team auf seine Schultern genommen und es so lange geschleppt, bis die Coaches ein Laufspiel gefunden und die Verletzten zurückgekehrt sind. A-Rod ist on Fire (der einzig wahre MVP-Kandidat). Und die Packers spielen seit sechs Wochen schon Playoffs. Eine gefährliche Kombination für jeden Gegner.

4 – Kansas City Chiefs: Nach der überraschenden Pleite gegen die Titans glaubte man schon an einen schleichenden Niedergang der Chiefs. Doch jetzt haben sie eine Woche frei und danach Heimrecht. Und obwohl die Offensive alles in allem das Sorgenkind bleibt (Tyreek Hill mal ausgenommen), ist Alex Smith doch ein echter Glücksgriff im Vergleich zu Matt Moore, Brock Osweiler und Connor Cook.

3 – Atlanta Falcons: Der Angriff der Falcons ist unaufhaltsam. Da können selbst Dallas und New England nur neidisch staunen. Die Frage ist: Waren die Gegner der vergangenen Wochen einfach nur zu schwach oder ist Atlanta mittlerweile so gefestigt, dass man auch in der K.o.-Phase für Furore sorgen kann?

2 – Dallas Cowboys: Eigentlich stellen sich nach dem Ende der regulären Saison nur zwei Fragen in Dallas. 1.: Ist es eine gute Sache, Dak Prescott quasi zwei Wochen spielfrei zu geben oder bringt es den Angriff ins Stocken? 2.: Warum zum Henker darf Mark Sanchez noch Football spielen?

1 – New England Patriots: Es tut mir leid, Freunde. Doch es ist der gleiche BS jede Woche. Tom Brady rockt die Show. Das Laufspiel ist kaum zu stoppen und die Defensive macht jeden Gegner zwei Nummern kleiner. Wer soll dieses Team auf dem Weg ins Finale (zumindest aus der AFC) stoppen?

Fotoquelle: Instagram/musgo_store

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Stolle
Geschrieben von Stolle
PR Pro (Hamburg Freezers, Oakland Raiders, NFL Europe) - Packer Backer - Dreamer - Hard Worker - Proud Dad.