Amerika ist in Feierlaune. Donnerstag ist Thanksgiving. Auch ich bin dieser Tradition verfallen – allerdings feiert man den Turkey Day in meinen vier Wänden schon am Wochenende davor (weil kein Feiertag in Deutschland) und holt sich 50 Gäste ins Haus. 10 Kilogramm Truthahn wollten verspeist werden. Entsprechend träge bin ich auch drei Tage danach…

Bislang hat mich die Vogelgrippe noch nicht erwischt. Dennoch könnt ihr nach solch einem Fressfest kein Feuerwerk im Power Ranking erwarten. Wenig Bewegung und tief durchatmen ist angesagt. Also lehnt euch zurück, gönnt euch ne Keule und guten Appetit.


Der Küchenchef empfiehlt

1 (1) – Dallas Cowboys: Dak Prescott und die Cowboys sind eine Macht im vierten Viertel. Ausrufezeichen! Und sagt mal, habt ihr in eurem Freundeskreis auch Leute, die sich wieder in aller Öffentlichkeit trauen, ein Cowboys Shirt zu tragen – dämliches Grinsen inklusive?

2 (2) – New England Patriots: War etwas zäh gegen die 49ers. Hatte vielleicht mit dem Wetter zu tun. Aber am Ende feierte Tom Brady seinen 199. regulären Saisonsieg.

3 (3) – Seattle Seahawks: Und jährlich grüßt das Vogeltier. Die Blätter fallen von den Bäumen und die Hawks kommen in die Gänge. Was gibt es sonst Neues?

4 (4) – Oakland Raiders: Fast drei Viertel lang hatte Houston die Offensive der Raiders fest im Griff. Dann kam ein 75-Yard TD-Pass auf nen Fullback (!). Und am Ende spielten die Raiders sogar noch gute Defensive.

5 (6) – Denver Broncos: Die Broncos sind am spielfreien Wochenende ein Spiel hinter die Raiders gerutscht. Jetzt muss ein ordentlicher Endspurt her, will man noch an Oakland vorbei.

6 (8) – Atlanta Falcons: Kein Team erzielt im Schnitt so viele Punkte wie die Falcons. Doch mit zunehmender Saisondauer rücken – wie so oft – die defensivstarken Teams in den Vordergrund. Können die Falcons dagegenhalten?

7 (9) – New York Giants: Die Giants haben die zweitlängste Siegesserie der Liga (fünf Siege). Wer hätte nach dem durchwachsenen Start mit solch einem Lauf gerechnet.

8 (10) – Miami Dolphins: Die Dolphins haben die zweitlängste Siegesserie der Liga (fünf Siege). Wer hätte nach dem durchwachsenen Start mit solch einem Lauf gerechnet.

9 (5) – Kansas City Chiefs: Kaum hebt man die Chiefs unter die Top5, legen sie gegen die Bucs ein Ei. Ging ja auch gut los mit den News, dass Marcus Peters nicht würde spielen können. Happy Mike Evans, sag ich da nur.

10 (11) – Detroit Lions: Die Lions sind das erste Team der NFL-Geschichte, dessen ersten zehn Saisonspiele mit maximal sieben Punkten Unterschied entschieden worden sind. Mit Sicherheit wird’s am Donnerstag auch wieder knapp.

11 (7) – Philadelphia Eagles: Da gab es nichts zu holen gegen Seattle. Abhaken. Denn in der eigenen Division droht der letzte Platz.

12 (13) – Washington Redskins: Washington hat nur eines seiner letzten acht Spiele verloren. Green Bay war vielleicht kein Gratmesser, aber Dallas wird es am Donnerstag definitiv sein.

13 (14) – Minnesota Vikings: Wichtiger Sieg für die Vikings. Die Defensive war der Schlüssel zum Erfolg. Aber auch der Angriff und die Special Teams zeigten sich verbessert.

14 (15) – Houston Texans: Endlich mal ein ansehnliches Spiel der Texans gegen einen guten Gegner. Hat aber am Ende auch nicht geholfen. Ebenso wenig wie das Ball Spotting der Schiedsrichter.

15 (12) – Arizona Cardinals: Die Offensive Line der Cardinals war am Sonntag gegen Minnesota wie die Mauer vor Mexiko, von der Donald Trump noch vor einigen Monaten geplaudert hat: Nicht da! Bei aller Kritik an Carson Palmer, diese O-Line ist ein Witz.

16 (17) – Buffalo Bills: Rex Ryans Jungs geben sich noch nicht geschlagen im Kampf um die Playoffs. Aber dieser Zug fährt nur so weit, wie LeSean McCoy mitfährt.

17 (21) – Pittsburgh Steelers: Erst die zahnlosen Browns und jetzt einen Pferdestall ohne Luck. Scheint, als seien alle Sorgen Geschichten von gestern. Ach und Le’Veon Bell sah zuletzt auch nicht übel aus…

18 (25) – Tampa Bay Buccaneers: Ganz wichtiger Auswärtssieg für die Bucs, die plötzlich nur noch ein Spiel hinter den Falcons sitzen. Can you say playoffs?

19 (26) – Indianapolis Colts: Da kommen die Colts endlich in die Gänge und sind tatsächlich im Rennen um den Divisionstitel wieder dabei, und dann das: Andrew Luck hat Kopfweh. Und wenn der Glücks-Andy Kopfweh hat, hat ganz Indianapolis Bauchschmerzen.

20 (19) – San Diego Chargers: In jeder anderen Division (ok, auch nicht in der NFC East) wären die Chargers wohl noch gut im Rennen. Aber ihnen bleibt wohl nur noch die Rolle des Spielverderbers.

21 (24) – Carolina Panthers: Wie wollen die Panthers ohne Luke Kuechly klarkommen? Ganz herber Verlust. Und jetzt geht es gegen die Raiders und ihren bunten Angriffszirkus.

22 (16) – New Orleans Saints: Bittere Niederlage gegen Carolina. Aber keine Angst, Saints-Fans: Das war es noch nicht. Man liegt nur zwei Spiele hinter der Spitze in der Division. Die Defensive war zuletzt nicht mehr ganz so schlecht und selbst das Laufspiel erlebt eine Renaissance.

23 (18) – Green Bay Packers: Selbst ein GFL2-Team würde derzeit wohl 400 Yards und 3 TDs gegen die Secondary der Packers werfen. Schweizer Käse.

24 (22) – Baltimore Ravens: Sah lange gut aus gegen Dallas. Aber Joe Flaccos Behauptung, man wäre besser als die Cowboys ist so absurd wie zu behaupten, Trent Dilfer sei der beste Quarterback, der je einen Super Bowl gewonnen hat…

25 (20) – Tennessee Titans: Ordentliche Klatsche gegen einen direkten Konkurrenten. So wird das nichts mit den Playoffs – egal wie fett Marcus Mariota und DeMarco Murray diese Saison spielen.

26 (27) – Los Angeles Rams: Willkommen in der NFL, Mr. Goff. Willkommen in der Rams Offense. Vielleicht sollte er seiner Defensive was Feines kaufen, bevor die keinen Bock mehr hat. Aaron Donald und Co. Spielen „Lights Out“. Und das jede Woche.

27 (23) – Cincinnati Bengals: Kein A.J. Green und kein Gio Bernard. Auch wenn die Bengals in der AFC North noch nicht weit weg sind von Platz 1, glaubt da noch jemand dran?

28 (28) – New York Jets: So eine Woche ohne FitzTragic oder sonstige Dramen im Big Apple macht keinen Spaß. Wird Zeit, dass die Jets wieder mitspielen.

29 (29) – Jacksonville Jaguars: Alles wie immer. Leere Ränge. Blutleerer Quarterback. Und der Pool im Stadion ist gut beheizt.

30 (31) – San Francisco 49ers: Chip Kellys Jungs bewerben sich um den 1. Platz im Draft. Und der Hauptmann von Kaepernick bewirbt sich um einen Job. Anderswo.

31 (30) – Chicago Bears: Hat Jay Cutler sein letztes Spiel in Chicago bereits gespielt? Die Fans von 31 NFL-Teams hoffen nicht. Nur Bears-Fans sehen das anders…

32 (32) – Cleveland Browns: Auch wenn es zuletzt danach aussah, als würden die Browns sich und die Saison aufgegeben haben, der Autor dieser Zeilen glaubt fest daran, dass sie am Ende nur den Second Pick in der 1. NFL-Draftrunde 2017 haben werden…

Fotoquelle: Instagram/ohsosweetbytiphanie

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Stolle
Geschrieben von Stolle
PR Pro (Hamburg Freezers, Oakland Raiders, NFL Europe) - Packer Backer - Dreamer - Hard Worker - Proud Dad.