Wer ist der beste Quarterback im ganzen Land? Remo sagt es euch

Es ist eindlich soweit: Die Liste, nach der ihr alle gelechzt habt. Oder auch nicht… Wie dem auch sei, schauen wir uns heute die 10 besten Gunslinger, Game Manager und Pocket Passer an. Der Quarterback hat die wichtigste Position im professionellen Sport. Kein anderer Spieler hat so viel Einfluss auf die Geschicke seines Teams wie der Mann am „Abzug“.

Ihr seht also: Es wird Zeit, die wichtigste Frage jeder NFL-Saison hiermit abschließend zu klären. Wer ist der beste Quarterback im ganzen Land? Aber bevor es los geht, darf ich euch schonmal vorzeitig enttäuschen: Weder Andrew Luck noch Cam Newton tauchen in dieser Top 10 auf, da mir bei den Beiden die Konstanz fehlt und gesundheitlich zu viele Fragzeichen bestehen.



10. Marcus Mariota, Tennessee Titans

Der Draft 2015 hat sich tatsächlich als so stark wie beworben herausgestellt. Mariota und Winston sind zweifelsohne die „Heilsbringer“ ihrer jeweiligen Franchise. Marcus Mariota musste leider seine beiden NFL Seasons vorzeitig beenden, hat aber eine stetige Entwicklung genommen und hat definitiv das beste Titans-Team seit Jahren um sich. Die Statistiken werden wohl höchstens von der run-heavy Offense ein wenig gedämmt.

9. Matthew Stafford, Detroit Lions

Stafford hat den wahrscheinlich besten Arm der gesamten NFL und hat in der letzten Saison gezeigt, dass er es auch ohne Megatron kann. Und das, obwohl das Laufspiel in Detroit quasi nicht vorhanden war. Ganz nebenbei hält der in Tampa geborene Quarterback nun auch den Rekord der meisten Comeback-Siege (8) in einer Saison. Genau da liegt aber auch das Problem für Stafford und die Lions: Sie müssen zu oft Würfe erzwingen…

8. Russell Wilson, Seattle Seahawks

2015 hat Wilson eine MVP-reife Saison hingelegt: 34 Touchdowns bei 8 Interceptions standen damals für den beweglichen Quarterback auf dem Zettel. In der vergangenen, verletzungsgeplagten Saison waren es dann 24 TDs zu 11 INTs. Immer noch solide Zahlen, allerdings steht hinter der O-Line in Seattle mal wieder ein dickes Fragezeichen, was sich ultimativ auch auf die Leistungen von Wilson auswirken wird.

7. Philip Rivers, Los Angeles Chargers

Meiner Meinung nach einer der meistunterschätzten Quarterbacks unserer Generation. Seit 2006 hat Rivers kein einziges Chargers-Spiel verpasst und in diesen elf Seasons achtmal für über 4,000 Yards geworfen und dabei insgesamt 313 Touchdowns erzielt. Mehr als die ebenfalls 2004 gedrafteten Eli Manning und Ben Roethlisberger. Und zu diesem Zeitpunkt ist Rivers der beste Quarterback der drei…

6. Matt Ryan, Atlanta Falcons

Matty Ice hat eine unfassbar gute Saison hinter sich, weswegen es fast schon irsinnig ist, ihn nur an Position 6 dieser Liste zu führen, aber gebt mir eine Chance mich zu erklären. Die 2016er Saison lässt sich nicht kopieren, offensiv ist alles perfekt gelaufen: Keine schweren Verletzungen, gute O-Line, variables Laufspiel und gleich drei Receiver mit „Career Years“. Der Super Bowl-Hangover ist real und auch der Weggang von Offensive Coordinator Kyle Shanahan wird sich bemerkbar machen.

5. Jameis Winston, Tampa Bay Buccaneers

Vielleicht bin ich ein wenig zu euphorisch was „Crab Legs Winston“ angeht, zumal  der ganz große Schritt letztes Jahr ausgeblieben ist. Aber die Art und Weise, wie er es immer wieder schafft, in großen Momenten seinen besten Football zu spielen, fasziniert mich. Dazu kommt natürlich, dass Tampa ein starkes Team um Winston aufgebaut hat, in dem er alle Möglichkeiten zu einer großartigen Saison bekommen sollte. Es würde mich nicht wundern, sollte Jameis am Ende der Saison den ein oder anderen MVP-Vote erhalten.

4. Drew Brees, New Orleans Saints

Drew Brees ist der ewige Jungbrunnen, der Mann mit dem unermüdlichen Arm oder einfach nur „Breesus“! In der Geschichte der NFL gab es insgesamt neun 5,000 Yard Seasons. Fünf davon gehen auf die Kappe von Drew Brees. Klar wird Brees nicht mehr jünger, aber Jahr für Jahr straft er seine Zweifler Lügen. Auch dieses Jahr wird der Erfolg der Saints wieder von „Cool Brees'“ Arm abhängen.

3. Derek Carr, Oakland Raiders

Bis zu seiner Verletzung in Week 16 gegen die Colts war Carr ein MVP Kandidat und die Raiders das Team, das den Patriots Einhalt gebieten sollte. Nichtsdestotrotz kriegt Mark Davis immer noch ein Zelt in der Hose, wenn er an den Draft 2014 zurück denkt. Für die Saison 2017 sind die Raiders vor allem in der Offensive gespickt und Carr wird das Potential voll ausschöpfen…

2. Tom Brady, New England Patriots

La famiglia ???

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„Der Goat nur an Position 2??? Hat der Lack gesoffen?“ – Ich kann euch beruhigen: Hab ich nicht. Brady ist der beste Quarterback, der je einen Fuß auf ein Football-Feld gesetzt hat und hat die beste Offense um sich, seit Randy Moss bei den Patriots war (wobei die potentiell schwere Verletzung von Julian Edelman doch arg schmerzt).

Warum also nicht Platz 1? Ganz einfach: Brady ist 40, wird immer abhängiger von seiner O-Line – und außerdem ist der Spitzenreiter meiner Top 10 der begabteste Quarterback, den ich je gesehen habe.

1. Aaron Rodgers, Green Bay Packers

Ich glaube wirklich, dass Mr. „Run The Table“ eine Inselbegabung für das Quarterbacking hat. 40 Touchdowns bei nur 7 Interceptions??? Das ist schlicht unfair! Dazu kommen noch knapp 400 Rushing Yards und 4 Rushing Touchdowns. Kann man machen. Da auch die Passprotection in Green Bay wieder extrem stark sein sollte, erwarte ich eine erneute Monster-Saison von „Godgers“ (auch wenn ihn der Kollege Motzkus nicht mal in seinen Top 5 hatte).

 

Den nun zweifelsohne durch das Land ziehenden marodierenden Banden aus Patriots-, Panthers- und Colts-Fans sei gesagt: Mimimimi.

Bis zum nächsten Mal. Die anderen Positions-Rankings findet ihr übrigens hier.

Euer Remo

 

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Remo
Geschrieben von Remo
Kurz und knackig zur Person: - abgeschlossenes Sportmanagementstudium - freier Sportjournalist/-marketer - Social-Media Ratte - 49ers-Fan - Berliner - Herthaner