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20. Oktober 2026

Week 6: Ein Sieg ganz ohne Touchdown – und zwei Overtime-Krimis

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Zwei Overtime-Krimis, Game-Winner in den letzten Sekunden in London, Cleveland und Los Angeles, ein Titans-Comeback, das mit einem geblockten Punt begann, und ein Cardinals-Sieg ganz ohne Touchdown. Week 6 hatte alles, was diesen Sport ausmacht. Hier kommt unser Überblick über alle Partien des Wochenendes – Team für Team: Was ist passiert, und was bedeutet das für die Saison?

Denver 17, Seattle 14 (OT)

Die Story des Spiels: Seattle war zur Halbzeit eigentlich schon raus, holte elf Punkte im vierten Viertel und glich sieben Sekunden vor Schluss per Field Goal aus. In der Overtime war es dann Wil Lutz, der aus 53 Yards traf – und eine Broncos-Defense, die Sam Darnold fünfmal zu Boden brachte und zweimal abfing.

Denver Broncos

Das Spiel: Denver gewinnt ein Spiel, in dem die eigene Offense nur 168 Total Yards produziert hat – 2,9 Yards pro Play. Getragen hat die Defense: fünf Sacks, 17 QB Hits und zwei Interceptions gegen Sam Darnold. Nach dem 14:3 zur Halbzeit kam offensiv nichts mehr, Seattle glich sieben Sekunden vor Schluss aus. Erst Wil Lutz entschied die Partie mit einem Field Goal aus 53 Yards in der Overtime.

Was das für die Saison bedeutet: Mit dieser Defense ist Denver in jedem Spiel konkurrenzfähig. Aber: Gegen die starken Offenses der AFC reichen 14 Punkte nicht. Für mich hängt die Saison der Broncos daran, ob die Offense in den nächsten Wochen einen Schritt macht – sonst wird es in der AFC West gegen die ungeschlagenen Chiefs schwer.

Nächstes Spiel: bei den Cardinals (Sonntag, 21:05 Uhr)

Seattle Seahawks

Das Spiel: Seattle lag zur Halbzeit 3:14 zurück und hat sich mit elf Punkten im vierten Viertel zurückgekämpft. Am Ende standen trotzdem drei Turnover, fünf Sacks und 75 Penalty Yards. Darnold musste 51-mal werfen und kam nur auf 4,3 Yards pro Play – die Offense hat das Spiel zu spät angenommen.

Was das für die Saison bedeutet: Seattle steckt im Mittelfeld der NFC fest. Die Moral stimmt, das hat das Comeback gezeigt. Aber in einer NFC West mit den ungeschlagenen 49ers braucht es mehr als späte Aufholjagden. Die Turnover-Probleme muss das Team schnell abstellen, sonst geht es eher um einen Wild-Card-Platz als um die Division.

Nächstes Spiel: gegen die Chiefs (Montag, 1:20 Uhr)

Houston 34, Jacksonville 31

Die Story des Spiels: Kicker-Duell im Wembley: Cam Little glich zwei Minuten vor Schluss mit einem 60-Yard-Field-Goal aus, Ka’imi Fairbairn konterte drei Sekunden vor dem Ende aus 49 Yards. Dazwischen lieferten sich Stroud und Lawrence mit sieben Touchdown-Pässen einen echten Shootout.

Houston Texans

Das Spiel: In London war C.J. Stroud so gut wie lange nicht: 24/34 für 312 Yards und drei Touchdowns, 9,2 Yards pro Passversuch. Houston führte mehrfach, Jacksonville kam immer wieder zurück und glich zwei Minuten vor Schluss aus. Houston hatte die letzte Chance, und Ka’imi Fairbairn traf drei Sekunden vor dem Ende aus 49 Yards.

Was das für die Saison bedeutet: Für die Texans war das ein Pflichtsieg in der Division nach einem schwachen Saisonstart. Mit den Giants kommt jetzt ein machbares Heimspiel. Gewinnt Houston das, ist das Team in der AFC South wieder mittendrin. Für mich ist dieses Spiel der Beweis, dass die Offense mit Stroud funktioniert, wenn er Zeit bekommt.

Nächstes Spiel: gegen die Giants (Sonntag, 18:00 Uhr)

Jacksonville Jaguars

Das Spiel: Trevor Lawrence hat vier Touchdown-Pässe geworfen, zwei davon auf Tuten, einen auf Travis Hunter. Cam Little glich mit einem 60-Yard-Field-Goal aus. Offensiv lief also vieles. Das Problem lag auf der anderen Seite: 426 Total Yards erlaubt und kein einziger Sack gegen Stroud.

Was das für die Saison bedeutet: Die Niederlage tut weh, weil sie gegen einen direkten Konkurrenten kam. Trotzdem bleibt Jacksonville oben in der AFC South dabei. Die Offense hat Playoff-Niveau, der Pass Rush aktuell nicht. Wenn das Team daran nicht arbeitet, werden enge Spiele wie dieses öfter verloren gehen.

Cleveland 13, Baltimore 10

Die Story des Spiels: Ohne Lamar Jackson führten die Ravens nach dem ersten Viertel 10:0 – und machten danach keinen einzigen Punkt mehr. Andre Szmyt verwandelte das Field Goal zum Sieg mit dem letzten Snap, und plötzlich stehen die Browns gemeinsam mit Baltimore und Pittsburgh bei 4-2 an der Spitze der AFC North.

Cleveland Browns

Das Spiel: Cleveland lag nach dem ersten Viertel 0:10 hinten und hat danach keinen Punkt mehr zugelassen. Offensiv kam wenig: 237 Total Yards, fünf Sacks kassiert. Den Ausgleich besorgte Estime mit einem Rushing Touchdown, den Game-Winner Andre Szmyt mit dem letzten Snap aus 37 Yards.

Was das für die Saison bedeutet: Die Browns teilen sich die Spitze der AFC North mit Baltimore und Pittsburgh – mit einer Defense, die Spiele gewinnen kann. Aber: Mit so wenig Offense wird jedes Spiel zum Krimi. Das nächste Spiel bei den Titans ist eine gute Chance, sich oben abzusetzen, bevor die Division-Gegner gesünder werden.

Nächstes Spiel: bei den Titans (Sonntag, 18:00 Uhr)

Baltimore Ravens

Das Spiel: Ohne Lamar Jackson startete Tyler Huntley, und nach einem guten ersten Viertel mit zehn Punkten kam nichts mehr. 235 Total Yards, ein verlorener Fumble, zwei Field-Goal-Versuche mit einem Fehlschuss. Die Defense hat mit fünf Sacks gekämpft, die Offense konnte das nicht nutzen.

Was das für die Saison bedeutet: Die Niederlage kostet Baltimore die alleinige Tabellenführung in der Division. Für mich ist die Rückkehr von Lamar die wichtigste Personalie der AFC North in den nächsten Wochen. Gegen die Bengals am Sonntag braucht Baltimore einen Sieg, sonst droht in der eigenen Division früh ein Rückstand.

Nächstes Spiel: gegen die Bengals (Sonntag, 18:00 Uhr)

Tennessee 26, Indianapolis 20

Die Story des Spiels: Der Moment des Spiels war ein geblockter Punt: Chestnut kam durch, der Ball landete in der Endzone, Oladejo sicherte ihn zum Touchdown. Die Titans lagen 0:13 hinten, hatten kaum Offense – und drehten das Spiel mit 20 Punkten im vierten Viertel.

Tennessee Titans

Das Spiel: Tennessee lag 0:13 zurück und hatte offensiv kaum etwas gezeigt. Dann kam das vierte Viertel mit 20 Punkten: Cam Ward fand Tate zum Touchdown, Chestnut blockte einen Punt, der in der Endzone landete, und Joey Slye traf alle vier Field Goals, eins davon aus 56 Yards. Insgesamt reichten 186 Total Yards zum Sieg.

Was das für die Saison bedeutet: Ein Sieg über Special Teams und Defense ist schön, aber kein Plan für eine Saison. Für Cam Ward ist so ein Comeback trotzdem wichtig. Gegen die Browns geht es jetzt darum, ob die Offense auch ohne Geschenke Punkte machen kann.

Nächstes Spiel: gegen die Browns (Sonntag, 18:00 Uhr)

Indianapolis Colts

Das Spiel: Indianapolis hatte 38 Minuten Time of Possession, 399 Total Yards und 165 Rushing Yards – und verliert trotzdem. Daniel Jones wurde sechsmal gesackt und warf zwei Interceptions, dazu kamen ein Fumble und der geblockte Punt, der direkt zum Touchdown führte.

Was das für die Saison bedeutet: Solche Niederlagen tun in der Tabelle doppelt weh, weil sie vermeidbar waren. Die Colts haben die Mittel, Spiele zu kontrollieren, aber die Fehlerquote ist zu hoch. Bei den ungeschlagenen Vikings wartet jetzt eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison.

Nächstes Spiel: bei den Vikings (Sonntag, 18:00 Uhr)

Chicago 31, Atlanta 23

Die Story des Spiels: Chicago führte zu Beginn des vierten Viertels 31:7 – und musste am Ende trotzdem noch zittern. Michael Penix warf zwei Touchdowns auf Kyle Pitts, beide Male klappte die Two-Point Conversion, und knapp sechs Minuten vor Schluss fehlten Atlanta beim 23:31 nur noch ein Touchdown plus Two-Point Conversion zum Ausgleich. Den Vorsprung hatten sich die Bears vorher mit einem fast fehlerfreien Caleb Williams (30/36) und drei erzwungenen Fumbles erarbeitet.

Chicago Bears

Das Spiel: Caleb Williams lieferte einen sehr sauberen Auftritt: 30/36 für 305 Yards, kein Turnover, ein Touchdown auf Colston Loveland. D’Andre Swift erlief zwei Touchdowns, die Defense erzwang drei Fumbles. Chicago führte zu Beginn des vierten Viertels 31:7, bevor Atlanta noch aufholte. Einziger Makel: zwölf Penalties für 133 Yards.

Was das für die Saison bedeutet: Die Bears sind in der NFC North voll im Rennen. Für mich ist Williams gerade auf dem Weg, den Schritt zu machen, den Chicago von ihm erwartet hat. Am Donnerstag gegen die Patriots wartet der nächste Gradmesser – dann aber bitte mit weniger Strafen.

Nächstes Spiel: gegen die Patriots (Freitag, 2:15 Uhr)

Atlanta Falcons

Das Spiel: Drei verlorene Fumbles, nicht einmal 20 Minuten Ballbesitz, 7:31 zu Beginn des vierten Viertels. Michael Penix brachte mit drei Touchdown-Pässen, zwei davon auf Kyle Pitts, das Ergebnis noch in eine erträgliche Region. Entschieden war das Spiel da längst.

Was das für die Saison bedeutet: Atlanta rutscht in der NFC South weiter ab. Die Offense wacht zu oft erst auf, wenn es zu spät ist. Mit den ungeschlagenen 49ers kommt jetzt der härteste mögliche Gegner. Verliert Atlanta auch das, wird die Frage nach dem Saisonziel sehr schnell sehr laut.

Nächstes Spiel: gegen die 49ers (Sonntag, 18:00 Uhr)

New England 26, NY Jets 19

Die Story des Spiels: Drake Maye warf drei Touchdowns, keine Interception und wurde nicht ein einziges Mal gesackt. Die Jets kamen nach dem 3:17 zur Halbzeit trotzdem bis auf vier Punkte heran. Das Problem: Vier ihrer Drives endeten nur mit einem Field Goal statt mit einem Touchdown – zuletzt 36 Sekunden vor Schluss zum 19:26. Der anschließende Onside Kick misslang.

New England Patriots

Das Spiel: Drake Maye warf drei Touchdown-Pässe, keine Interception und wurde nicht ein einziges Mal gesackt. Der 42-Yard-Touchdown auf Romeo Doubs war das Big Play des Spiels. Gefährlich wurde es nur durch zwei verlorene Fumbles, mit denen New England die Jets noch einmal zurück ins Spiel holte.

Was das für die Saison bedeutet: New England bleibt in der AFC East an Buffalo dran und hat mit Maye einen Quarterback, der Woche für Woche stabiler wird. Das Spiel in Chicago am Donnerstag ist ein echter Test: zwei junge Quarterbacks, zwei Teams mit Playoff-Ambitionen.

Nächstes Spiel: bei den Bears (Freitag, 2:15 Uhr)

New York Jets

Das Spiel: Die Jets waren in Foxborough lange dran. Smith fand Cooper für einen 48-Yard-Touchdown, Kicker Sanders traf alle vier Field Goals. Genau das war am Ende das Problem: vier Field Goals statt Touchdowns, dazu drei Sacks gegen die eigene Offense.

Was das für die Saison bedeutet: Aus meiner Sicht läuft den Jets langsam die Zeit davon. Gegen die noch sieglosen Dolphins ist ein Sieg Pflicht. Alles andere würde die Saison in der AFC East praktisch beenden.

Nächstes Spiel: gegen die Dolphins (Sonntag, 18:00 Uhr)

New Orleans 34, NY Giants 27

Die Story des Spiels: Die Giants führten 10:0, dann kassierten sie 27 Punkte in Folge. Jameis Winston warf drei Interceptions, am Ende stand McCarthy auf dem Feld – und damit beginnt in New York die nächste Quarterback-Diskussion.

New Orleans Saints

Das Spiel: New Orleans lag 0:10 zurück und hat danach 27 Punkte in Folge gemacht. Tyler Shough warf drei Touchdown-Pässe, lief selbst einen Touchdown und leistete sich keine Interception. Alvin Kamara verwandelte einen kurzen Pass in einen 31-Yard-Touchdown, die Defense fing drei Interceptions.

Was das für die Saison bedeutet: Für die Saints war das mehr als ein Sieg: Shough hat gezeigt, dass er die Offense tragen kann. In der NFC South ist nach oben noch Platz, und das Spiel gegen die Steelers in Paris wird zeigen, ob New Orleans den Schwung mitnimmt.

Nächstes Spiel: gegen die Steelers in Paris (Sonntag, 14:30 Uhr)

New York Giants

Das Spiel: Jameis Winston eröffnete mit einem Touchdown-Pass, dann kippte das Spiel mit drei Interceptions. Am Ende brachte McCarthy noch einmal Leben in die Offense, für mehr als Ergebniskosmetik reichte es nicht. 461 Total Yards und trotzdem verloren – vier Turnover kosten jedes Spiel.

Was das für die Saison bedeutet: Die Giants müssen jetzt die Quarterback-Frage beantworten. Bleibt es bei Winston, oder bekommt McCarthy seine Chance? Davon hängt ab, ob New York in der NFC East oben bleibt. In Houston wartet ein Gegner, der gerade selbst Schwung aufgenommen hat.

Nächstes Spiel: bei den Texans (Sonntag, 18:00 Uhr)

Carolina 25, Philadelphia 14

Die Story des Spiels: Die Eagles kamen zu Hause auf gerade einmal 35 Rushing Yards und verloren deutlich gegen Carolina – obwohl die Panthers sich 13 Penalties für 149 Yards leisteten. Bryce Young warf beide Touchdowns auf Tight End Tommy Tremble.

Carolina Panthers

Das Spiel: Bryce Young warf zwei Touchdowns auf Tommy Tremble, die Defense hielt die Eagles bei 222 Total Yards und nur 35 Rushing Yards und blockte dazu einen Punt. Und das trotz 13 Penalties für 149 Yards.

Was das für die Saison bedeutet: Wer so viele Fehler macht und trotzdem in Philadelphia deutlich gewinnt, hat Substanz. Carolina ist in der NFC South ein ernsthafter Kandidat auf den Division-Titel. Das Heimspiel gegen die Bucs ist die Chance, sich oben festzusetzen.

Nächstes Spiel: gegen die Buccaneers (Sonntag, 18:00 Uhr)

Philadelphia Eagles

Das Spiel: Das Run Game kam auf 35 Yards bei 2,7 Yards pro Carry, Tanner McKee musste 45-mal werfen, dazu kamen elf Penalties. Philadelphia hat keinen Weg gefunden, die Panthers-Defense unter Druck zu setzen.

Was das für die Saison bedeutet: Die Eagles sind aktuell nicht das Team, das die NFC dominiert hat. Wie schnell sich das reparieren lässt, hängt vor allem an der Quarterback-Situation und am Laufspiel. Die NFC East ist noch offen, aber viele solcher Spiele kann sich Philadelphia nicht mehr leisten.

Pittsburgh 26, Tampa Bay 19 (OT)

Die Story des Spiels: Tampa Bay führte im dritten Viertel 16:3, dann übernahm Chris Boswell. Der Steelers-Kicker traf im vierten Viertel dreimal, darunter aus 58 Yards zum Ausgleich und kurz darauf zur 19:16-Führung. Die Bucs retteten sich 13 Sekunden vor Schluss mit einem 53-Yard-Field-Goal von Chase McLaughlin in die Overtime – dort brachte Aaron Rodgers die Steelers mit einem Touchdown-Pass auf Bernard in Führung, und Jalen Ramsey beendete das Spiel mit einem Sack.

Pittsburgh Steelers

Das Spiel: Lange lief bei Pittsburgh offensiv wenig zusammen, 3 Punkte bis zur Halbzeit. Rodgers brachte 33 von 49 Pässen an, warf zwei Touchdowns und eine Interception, wurde aber auch fünfmal gesackt. Gewonnen wurde das Spiel im vierten Viertel und in der Overtime: 23 Punkte nach dem 3:16-Rückstand – ein Touchdown auf Washington, drei Field Goals von Boswell und der Touchdown in der Overtime.

Was das für die Saison bedeutet: Ein Comeback-Sieg, der Selbstvertrauen gibt – und die Steelers stehen in der AFC North jetzt gleichauf mit Cleveland und Baltimore. Aber: Wer drei Viertel lang so wenig Offense zeigt, wird gegen die Spitzenteams nicht jedes Mal so zurückkommen. In Paris wartet ein Saints-Team, das gerade selbst Schwung aufgenommen hat.

Nächstes Spiel: gegen die Saints in Paris (Sonntag, 14:30 Uhr)

Tampa Bay Buccaneers

Das Spiel: Tampa Bay hatte das Spiel im Griff, schaffte nach dem 16:3 aber keinen weiteren Touchdown mehr. Der einzige Touchdown-Pass kam früh auf Emeka Egbuka, danach blieb es bei Field Goals. Dazu kamen zwei Interceptions und fünf Sacks gegen die eigene Offense. Mit 224 Total Yards bringt man eine Führung nur schwer über die Zeit.

Was das für die Saison bedeutet: Die Bucs stehen bei 1-5 und verlieren ein Spiel, das sie lange kontrolliert haben. In der NFC South wird der Abstand nach oben damit groß. Gegen die Panthers am Sonntag geht es eher um die Frage, ob in dieser Saison noch etwas zu holen ist, als um die Division.

Nächstes Spiel: bei den Panthers (Sonntag, 18:00 Uhr)

Arizona 18, LA Rams 16

Die Story des Spiels: Arizona hat keinen einzigen Touchdown erzielt – und trotzdem gewonnen. Chad Ryland traf alle sechs Field-Goal-Versuche. Die Rams gingen 47 Sekunden vor Schluss durch einen Touchdown von Colby Parkinson, der erst nach Videobeweis gegeben wurde, mit 16:15 in Führung. Ryland antwortete drei Sekunden vor dem Ende aus 43 Yards.

Arizona Cardinals

Das Spiel: Die Cardinals kamen auf 338 Total Yards, aber nie in die Endzone: Alle sechs Drives, die Punkte brachten, endeten mit einem Field Goal. Die Defense hielt dagegen: Die Rams mussten mit nur 25 Minuten Ballbesitz auskommen.

Was das für die Saison bedeutet: Für Arizona ist es erst der zweite Sieg der Saison. Ein Division-Sieg gegen die Rams hilft, löst aber das Problem in der Red Zone nicht. Gegen die Broncos-Defense werden Field Goals allein nicht reichen.

Nächstes Spiel: gegen die Broncos (Sonntag, 21:05 Uhr)

Los Angeles Rams

Das Spiel: Matthew Stafford spielte effizient: 25 von 33 Pässen angebracht, zwei Touchdowns, keine Interception. Aber die Rams hatten den Ball nur 25 Minuten und verloren dazu einen Fumble. Nach Staffords Touchdown auf Parkinson blieben den Cardinals noch 47 Sekunden – genug für den entscheidenden Drive.

Was das für die Saison bedeutet: Die Rams verlieren ein Spiel in letzter Sekunde, das sie schon gewonnen glaubten, und rutschen in der NFC West weiter ab. Mit den ungeschlagenen 49ers in der eigenen Division wird jeder Punktverlust teuer. In Las Vegas steht jetzt ein Pflichtspiel an.

Nächstes Spiel: bei den Raiders (Sonntag, 21:25 Uhr)

Kansas City 22, LA Chargers 6

Die Story des Spiels: Die Chargers haben in Kansas City keinen Touchdown erzielt und bleiben nach sechs Spielen ohne Sieg. Die Chiefs entschieden das Spiel schon vor der Halbzeit: 19:3 zur Pause, beide Touchdowns erlief Kenneth Walker, einen davon über 33 Yards.

Kansas City Chiefs

Das Spiel: 422 Total Yards, 150 Rushing Yards und eine Defense, die nur zwei Field Goals zuließ. Das Passspiel lief mit 23 von 30 angebrachten Pässen sauber, ein Touchdown-Pass war allerdings nicht dabei. Fehler gab es trotzdem: zwei Turnover, ein verschossener Extrapunkt und acht Penalties für 89 Yards.

Was das für die Saison bedeutet: Kansas City bleibt als einziges AFC-Team ungeschlagen und baut den Vorsprung in der AFC West aus. Die Fehlerquote ist der Punkt, der gegen stärkere Gegner auffallen wird. Das Sunday Night Game in Seattle ist der nächste echte Test.

Nächstes Spiel: bei den Seahawks (Montag, 1:20 Uhr)

Los Angeles Chargers

Das Spiel: Die Chargers kamen auf 259 Total Yards, aber auf keinen einzigen Touchdown. Zwei Field Goals von Cameron Dicker waren die einzigen Punkte. Dazu kamen vier Sacks, eine Interception und ein verlorener Fumble.

Was das für die Saison bedeutet: Mit 0-6 ist die Saison in der AFC West praktisch gelaufen. Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie lange die Chargers an ihrem Kurs festhalten, bevor es personelle Konsequenzen gibt.

Buffalo 33, Las Vegas 30

Die Story des Spiels: Buffalo führte gut zwei Minuten vor Schluss 33:23 und musste trotzdem bis zum Ende zittern. Kirk Cousins fand Tucker 1:39 Minuten vor Schluss für einen 44-Yard-Touchdown zum 30:33. Der anschließende Onside Kick der Raiders misslang, damit war das Spiel entschieden.

Buffalo Bills

Das Spiel: Josh Allen brachte 23 von 33 Pässen an, warf zwei Touchdowns und keine Interception, die Bills leisteten sich keinen einzigen Turnover. Nach dem 23:23-Ausgleich der Raiders legte James Cook mit einem Rushing Touchdown nach, Tyler Bass erhöhte per Field Goal. Die Defense ließ allerdings 313 Passing Yards zu.

Was das für die Saison bedeutet: Buffalo steht bei 5-1 und bleibt in der AFC East vor New England. Die Offense ist stabil, die Pass-Defense nach diesem Spiel ein Thema. Gegen Teams mit besserem Passspiel als Las Vegas wird das gefährlich.

Las Vegas Raiders

Das Spiel: Kirk Cousins warf für 313 Yards und zwei Touchdowns, beide auf Tucker, Ashton Jeanty erlief einen Touchdown. Die Raiders glichen im vierten Viertel zum 23:23 aus und kamen am Ende bis auf drei Punkte heran. Was fehlte: ein Laufspiel (65 Yards) und ein Stopp der Defense, als Buffalo nach dem Ausgleich zehn Punkte in Folge machte.

Was das für die Saison bedeutet: Die Raiders fallen auf 3-3 und bleiben im Mittelfeld der AFC. Noch verlieren sie die engen Spiele. Aber das sieht sehr vielversprechend aus, weil das Team schon jetzt mit den Besten mithalten kann. Gegen die Rams am Sonntag ist ein Heimsieg Pflicht, um im Wild-Card-Rennen zu bleiben.

Nächstes Spiel: gegen die Rams (Sonntag, 21:25 Uhr)

Green Bay 23, Dallas 13

Die Story des Spiels: Das Sunday Night Game war zur Halbzeit praktisch entschieden: 17:0 für Green Bay, Jordan Love warf einen Touchdown auf Golden und lief den zweiten selbst in die Endzone. Dallas kam im dritten Viertel auf 7:17 heran, danach erhöhte Kicker Smack per Field Goal zweimal. Den zweiten Cowboys-Touchdown gab es erst 52 Sekunden vor Schluss – die Two-Point Conversion und der Onside Kick misslangen.

Green Bay Packers

Das Spiel: Love brachte 23 von 41 Pässen für 276 Yards an, warf einen Touchdown und eine Interception und erlief einen weiteren Touchdown. Das Run Game kam dagegen nur auf 57 Yards, 2,2 Yards pro Carry. Dass es trotzdem klar wurde, lag an der Defense: zwei Interceptions gegen Dak Prescott und kein einziges Field Goal der Cowboys.

Was das für die Saison bedeutet: Green Bay bleibt in der NFC North dran, in der die ungeschlagenen Vikings vorne liegen und auch die Bears gewinnen. Für mich muss das Laufspiel besser werden, bevor es gegen die Lions geht. Elf Penalties für 96 Yards kamen auch noch dazu.

Nächstes Spiel: bei den Lions (Sonntag, 21:25 Uhr)

Dallas Cowboys

Das Spiel: Dallas lief nur 15-mal mit dem Ball und kam dabei auf 48 Yards. Die Offense hing damit komplett an Prescott: 54 Passversuche, 34 Completions, 258 Yards, ein Touchdown, zwei Interceptions. Dazu kamen elf Penalties für 108 Yards. Nach dem 0:17 zur Halbzeit fehlte die Balance, um noch einmal ernsthaft ranzukommen.

Was das für die Saison bedeutet: Mit 2-4 rutscht Dallas in der NFC East ab, obwohl die Division bisher niemand dominiert. Solange das Laufspiel so wenig bringt, wird jedes Spiel für Prescott zur Pflicht, 50-mal zu werfen. Das geht gegen gute Pass-Defenses selten gut.

Die Woche im Überblick

In der Nacht auf Dienstag, 2:15 Uhr: Monday Night Football, Washington bei den ungeschlagenen 49ers

Freitag, 2:15 Uhr: Thursday Night Football, New England bei Chicago – zwei junge Quarterbacks, beide Teams auf Playoff-Kurs

Sonntag, Week 7: Achtung, in der Nacht auf Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. Alle Zeiten unten sind schon Winterzeit.

  • 14:30 Uhr: Pittsburgh gegen New Orleans in Paris
  • 18:00 Uhr: Indianapolis bei Minnesota, Miami bei den NY Jets, Cincinnati bei Baltimore, Cleveland bei Tennessee, Tampa Bay bei Carolina, San Francisco bei Atlanta, NY Giants bei Houston
  • 21:05 Uhr: Denver bei Arizona
  • 21:25 Uhr: LA Rams bei Las Vegas, Green Bay bei Detroit
  • Montag, 1:20 Uhr: Kansas City bei Seattle (Sunday Night Football)

Unsere Spiele der Woche: Cincinnati bei Baltimore – die Ravens brauchen nach der Niederlage in Cleveland dringend einen Division-Sieg. Green Bay bei Detroit – das Duell um den Anschluss an die ungeschlagenen Vikings in der NFC North. Und Kansas City in Seattle – der nächste echte Test für das einzige ungeschlagene AFC-Team.

Die Footballerei-Podcasts diese Woche: Dienstag Locker Room, Mittwoch College Show und QB Sneak, Donnerstag Icing the Kicker, Freitag Seithline und Footballereise.

Frisch online: Das Frühstücksei

Flo und Tristan über Week 6

Kucze fehlt die dritte Woche in Folge, dafür sitzt diesmal Tristan vom Seithline-Podcast mit am Frühstückstisch. Flo und er gehen den Spieltag durch: vom rutschigen Rasen im Wembley über das Comeback von Kyler Gordon bei den Bears bis zu den Chargers, bei denen man an Justin Herberts Körpersprache ablesen kann, wie viel gerade schiefläuft. Und Tristan, bekennender Bears-Fan, legt sich fest: Die große Saison für Chicago kommt für ihn erst 2027.

„Die Cardinals haben mehr Siege im SoFi Stadium als die Rams und Chargers zusammen in dieser Saison.“ – Flo

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