Burrow braucht nur eine Halbzeit, Premiere in Paris und Vikings als einziges Team ungeschlagen
Beitrag teilen:
Was für ein Comeback in Baltimore: Die Bengals lagen zur Halbzeit 0:13 hinten, dann machte Joe Burrow mit vier Touchdown-Pässen 35 Punkte in Folge. In Paris haben die Steelers die NFL-Premiere im Stade de France für sich entschieden. Und in Atlanta ist die Serie der 49ers gerissen, mit vier Turnovern haben sich die Niners am Ende selbst geschlagen. Dazu kamen drei Entscheidungen in letzter Sekunde: die Lions per Field Goal eine Sekunde vor Schluss, die Browns mit drei Sekunden auf der Uhr, die Giants in der Overtime. Und in Miami darf endlich gefeiert werden.
In der Nacht erwischte es dann auch die Chiefs: Beim 3:20 in Seattle gelang Kansas City kein einziger Touchdown. Damit sind die Vikings das letzte ungeschlagene Team der NFL.

Die Story des Spiels: Zur Halbzeit führten die Ravens ohne Lamar Jackson 13:0, Tyler Huntley hatte Zay Flowers schon im ersten Drive für einen 48-Yard-Touchdown gefunden. Dann kam Joe Burrow: 35 Punkte in Folge in der zweiten Hälfte, vier Touchdown-Pässe, kein Turnover. Aus einem sicher geglaubten Ravens-Sieg wurde eine Abreibung.

Das Spiel: Burrow brachte 22 von 30 Pässen für 292 Yards und vier Touchdowns an, verteilt auf Mike Gesicki, Tee Higgins, Ja’Marr Chase und Drew Sample. Samaje Perine lief einen weiteren Touchdown. Die Defense holte vier Sacks und stoppte die Ravens zweimal bei vierten Versuchen.
Was das für die Saison bedeutet: 4-2, und in der AFC North ist plötzlich alles eng: Pittsburgh und Cleveland stehen bei 5-2, Cincinnati direkt dahinter. Für mich sind die Bengals nach dieser zweiten Hälfte der gefährlichste Herausforderer der Division.
Nächstes Spiel: gegen die Titans (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Huntley hielt die Ravens eine Halbzeit lang im Spiel, danach kam nichts mehr: kein Punkt nach der Pause, nur 83 Rushing Yards bei 3,1 Yards pro Carry, dazu vier Sacks und zehn Penalties. 35 Minuten Ballbesitz brachten nichts, weil nach dem frühen Touchdown nur noch zwei Field Goals folgten.
Was das für die Saison bedeutet: 4-3 und Platz vier in der AFC North. Die zweite Niederlage in Folge ohne Lamar zeigt, wie abhängig Baltimore von seinem Quarterback ist. In Buffalo wird es nicht leichter.
Nächstes Spiel: bei den Bills (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Die Paris-Premiere war kein Spektakel, aber die Steelers lagen zu keinem Zeitpunkt hinten. Nach dem 10:10 kurz vor der Pause sorgte Chris Boswell mit zwei Field Goals für die Entscheidung, das letzte kurz vor Ende des dritten Viertels. Im Schlussviertel fiel kein einziger Punkt mehr. Unser Upset-Tipp auf die Saints ging also daneben.

Das Spiel: Pittsburgh hat das Spiel über den Lauf kontrolliert: 148 Rushing Yards bei 4,9 Yards pro Carry, dazu zehn von 16 dritten Versuchen verwandelt. Aaron Rodgers brachte 19 von 30 Pässen für 212 Yards an, den einzigen Touchdown fing Tight End Darnell Washington. Boswell traf alle drei Field Goals, die Defense ließ nach der Pause keinen Punkt mehr zu.
Was das für die Saison bedeutet: 5-2 und Tabellenführung in der AFC North, gemeinsam mit Cleveland. Am Sonntag kommen ausgerechnet die Browns, das Spiel entscheidet, wer vorerst vorne bleibt.
Nächstes Spiel: gegen die Browns (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Tyler Shough brachte 30 von 38 Pässen an, aber ein Laufspiel gab es praktisch nicht: 18 Rushing Yards bei 17 Versuchen. Kurios: Ohne Scrambles waren das nur 12 Yards, so wenig wie in keinem Saints-Spiel der letzten zehn Jahre. Nach dem Touchdown auf Devaughn Vele zum 10:10, erzielt bei einem vierten Versuch, kam nichts mehr, dazu eine Interception und ein vergebenes Field Goal.
Was das für die Saison bedeutet: 2-5 und jetzt die Bye-Week. In der NFC South ist trotzdem noch einiges möglich, weil dort niemand davonzieht. Die Pause muss New Orleans nutzen, um das Laufspiel zu reparieren.
Nächstes Spiel: Bye-Week

Die Story des Spiels: Beim 14:3 zu Beginn des zweiten Viertels lag die Siegchance der 49ers laut Wettmärkten bei rund 84 Prozent. Dann gaben sie den Ball bei fünf ihrer nächsten sechs Drives ab: zwei Interceptions von Brock Purdy, zwei Fumbles und ein gescheiterter vierter Versuch bei 4th & 10. Atlanta machte 23 Punkte in Folge, Michael Penix warf drei Touchdowns, der dritte auf Drake London brachte zu Beginn des vierten Viertels das 26:14. San Francisco kam fünf Minuten vor Schluss noch auf 20:26 heran, Nick Folk machte mit einem Field Goal zwei Minuten vor dem Ende alles klar.

Das Spiel: Penix brachte 25 von 34 Pässen für 213 Yards und drei Touchdowns an, ohne Interception und ohne einen einzigen Sack. Die Touchdowns verteilte er auf Tight End Nick Muse, Kyle Pitts und Drake London. Das Laufspiel blieb ein Problem: Bijan Robinson kam bei 20 Läufen nur auf 63 Yards, fing aber alle fünf Pässe, die zu ihm gingen. Gewonnen hat das Spiel die Defense, die beiden Interceptions von Jessie Bates und Kendal Daniels waren die Plays mit dem größten Einfluss auf die Siegchance.
Was das für die Saison bedeutet: Mit 3-4 ist Atlanta zurück im Rennen um die NFC South, die Panthers stehen an der Spitze bei 3-3. Für mich war das der Auftritt, auf den die Falcons gewartet haben: Gegen das bis dahin beste Team der Liga hat Penix fehlerfrei gespielt. Jetzt muss die Konstanz folgen.
Nächstes Spiel: bei den Buccaneers (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: 400 Total Yards und trotzdem verloren. Nach den reinen Spielzügen waren die 49ers sogar besser: 55,2 Prozent ihrer Plays waren erfolgreich (Success Rate, also Spielzüge, die genug Raumgewinn für die jeweilige Situation bringen), bei Atlanta 48,5 Prozent. Bereinigt um die Turnover wären die 49ers in einer Modellrechnung um drei Punkte vorne gewesen.
Entschieden haben die Turnover: Neben Purdys Interceptions verlor Running Back Kaelon Black, der zuvor den 30-Yard-Touchdown zum 14:3 erlaufen hatte, einen Fumble. Christian McCaffrey musste zwischenzeitlich raus und kam auf sieben Läufe und sechs Catches, das hat man bei der dünnen Receiver-Gruppe deutlich gemerkt. Und ohne Nick Bosa gab es keinen einzigen Sack gegen Penix.
Was das für die Saison bedeutet: Die erste Niederlage tut weh, an der Lage in der NFC West ändert sie wenig: Mit 6-1 liegen die 49ers klar vorne und ihre Chance auf den Division-Titel sank nur von knapp 80 auf 73 Prozent. Die Bye-Week kommt genau richtig, um Bosa, Deebo Samuel und Mike Evans Zeit zu geben, gesund zu werden.
Nächstes Spiel: Bye-Week

Die Story des Spiels: Die Texans glichen 52 Sekunden vor Schluss zum 21:21 aus, C.J. Stroud fand Xavier Hutchinson zum Touchdown. In der Overtime brauchten die Giants dann nur einen langen Lauf: Devin Singletary ging 30 Yards durch die Mitte zum Walk-off-Touchdown. Damit gewinnt J.J. McCarthy sein erstes Spiel als Starter für New York, und die Giants führen die NFC East mit 4-2-1 an.

Das Spiel: Die Giants haben das Spiel am Boden gewonnen: 188 Rushing Yards und vier Rushing Touchdowns, je einer von Tyrone Tracy, Cam Skattebo, Singletary und Jameis Winston. Das Passspiel lief ohne Ballverlust, 20 von 28 Pässen für 252 Yards. Nur das Kicking wackelt: Zwei Field Goals gingen daneben.
Was das für die Saison bedeutet: McCarthy hat seine erste Chance genutzt, die Quarterback-Frage ist damit vorerst beantwortet. In einer schwachen NFC East sind die Giants plötzlich der Favorit. Die Bye-Week gibt dem neuen Starter zwei Wochen, um sich weiter einzuarbeiten.
Nächstes Spiel: Bye-Week

Das Spiel: Ka’imi Fairbairn traf aus 58 und 57 Yards, Neuzugang Marvin Harrison Jr. fing einen Touchdown, und Stroud rettete das Team mit dem späten Ausgleich in die Overtime. Aber: nur 84 Rushing Yards und zehn Penalties für 80 Yards. Die Giants hatten den Ball fast neun Minuten länger.
Was das für die Saison bedeutet: Nach zwei Siegen in Folge der Rückschlag: 2-5, die Jaguars sind in der AFC South schon deutlich enteilt. Die Bye-Week muss Houston nutzen, um das Laufspiel zu reparieren, sonst wird es mit den Playoffs sehr schwer.
Nächstes Spiel: Bye-Week

Die Story des Spiels: Das NFC-North-Duell blieb bis zur letzten Sekunde offen. Siebeneinhalb Minuten vor Schluss glichen die Packers per Field Goal zum 17:17 aus, dann führte Jared Goff die Lions noch einmal übers Feld. Jake Bates traf eine Sekunde vor dem Ende aus 22 Yards. Die Packers hatten zuvor zwei Field Goals liegen lassen, eins davon wurde geblockt.

Das Spiel: Goff brachte 22 von 32 Pässen für 303 Yards an, beide Touchdowns gingen an Jameson Williams. Fast teuer wurden zwei verlorene Fumbles im Laufspiel. Die Defense hielt Green Bay bei 60 Rushing Yards und holte eine Interception gegen Jordan Love.
Was das für die Saison bedeutet: Mit 4-2 sind die Lions zurück im Rennen, und jetzt kommen die ungeschlagenen Vikings. Gewinnt Detroit, ist die NFC North wieder offen. Und am 15. November wartet dann München.
Nächstes Spiel: gegen die Vikings (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Love warf zwei Touchdowns, auf Tucker Kraft und auf Josh Jacobs bei dessen Saisondebüt. Aber 45 Passversuche bei nur 19 Läufen, dazu acht Penalties für 81 Yards und zwei vergebene Field Goals: So verschenkt man ein Spiel, das man gewinnen kann.
Was das für die Saison bedeutet: 4-3 und nur Platz vier in der NFC North, in dieser Division reicht das momentan nicht für die Playoff-Plätze. Für mich ist das Kicking gerade das größte Problem der Packers. Bis Donnerstag bleibt kaum Zeit, daran zu arbeiten.
Nächstes Spiel: gegen die Panthers (Freitag, 1:15 Uhr)

Die Story des Spiels: Endlich: Die Dolphins gewinnen ihr erstes Spiel der Saison. Zur Halbzeit führte Miami schon 21:7, Malik Willis war an zwei Touchdowns beteiligt. Die Jets kamen bis auf 17:21 heran, dann fand Willis Receiver Douglas zum 63-Yard-Touchdown. Die Jets verkürzten mit Touchdown und Two-Point Conversion noch auf 25:28, mehr kam nicht. Jan aus Icing the Kicker hatte genau diesen Upset getippt.

Das Spiel: Miami hat das Spiel kontrolliert: 41 Läufe für 156 Yards, 34:36 Minuten Ballbesitz, kein Turnover. Willis brachte 14 von 21 Pässen für 208 Yards und zwei Touchdowns an und lief einen weiteren selbst in die Endzone, Ollie Gordon II steuerte einen Rushing Touchdown bei.
Was das für die Saison bedeutet: Ein Sieg macht bei 1-5 noch keine Saison. Aber für mich hat Willis gezeigt, dass er mehr ist als eine Notlösung. Gegen die Patriots wartet die nächste Prüfung.
Nächstes Spiel: gegen die Patriots (Sonntag, 22:25 Uhr)

Das Spiel: Geno Smith warf drei Touchdowns, zwei davon auf Tight End Mason Taylor, die Offense kam auf 7,1 Yards pro Play. Das Problem war die Defense: 156 Rushing Yards zugelassen, 21 Punkte schon vor der Pause, gegen die bis dahin schwächste Scoring-Offense der Liga.
Was das für die Saison bedeutet: Mit 2-5 und einer Niederlage gegen das bis dahin sieglose Miami ist die Saison praktisch gelaufen. Für mich ist jetzt die Frage, ob die Jets vor der Trade Deadline verkaufen.
Nächstes Spiel: gegen die Raiders (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Andre Szmyt, schon wieder. Wie vor einer Woche gegen Baltimore traf der Browns-Kicker in der Schlusssekunde, diesmal aus 32 Yards mit drei Sekunden auf der Uhr. Die Titans hatten 61 Sekunden vor Schluss durch Tony Pollard zum 24:24 ausgeglichen, seinen dritten Touchdown des Tages. Davor hatte Cleveland schon ein 0:14 aus dem ersten Viertel gedreht.

Das Spiel: 491 Total Yards und 183 Rushing Yards bei 6,3 Yards pro Carry. Quinshon Judkins erlief zwei Touchdowns, Deshaun Watson einen weiteren, dazu kamen 308 Passing Yards. Dass es trotzdem bis zum Ende eng blieb, lag an zwei Turnovern und einem vergebenen Field Goal.
Was das für die Saison bedeutet: 5-2, gemeinsam mit Pittsburgh an der Spitze der AFC North. Und genau dort geht es am Sonntag hin: Das Duell in Pittsburgh ist das Spiel der Woche in der AFC.
Nächstes Spiel: bei den Steelers (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Pollard lief drei Touchdowns, zwei davon schon im ersten Viertel zum 14:0. Danach fehlte das Passspiel: Cam Ward brachte 20 von 31 Pässen für 181 Yards an, ohne Touchdown und mit einer Interception.
Was das für die Saison bedeutet: Wieder knapp dran, wieder nichts geholt: 1-6. Die Titans spielen mit, gewinnen aber zu selten. Für die Entwicklung von Ward ist jedes enge Spiel trotzdem wertvoll.
Nächstes Spiel: bei den Bengals (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Die Vikings bleiben ungeschlagen, aber sie mussten lange zittern. Jonathan Taylor brachte die Colts mit einem 38-Yard-Touchdown-Run in Führung, zur Halbzeit stand es 10:6 für Indianapolis. Erst zu Beginn des vierten Viertels drehte Kyler Murray das Spiel mit einem Touchdown-Pass auf T.J. Hockenson, Will Reichard machte mit einem 52-Yard-Field-Goal 1:44 Minuten vor Schluss alles klar. Unser Tipp „Vikings, und zwar deutlich“ stimmte also nur zur Hälfte.

Das Spiel: Murray brachte 14 von 24 Pässen für 150 Yards und einen Touchdown an, das Laufspiel kam auf 136 Yards. Den Unterschied machte die Defense: vier Sacks, zehn QB Hits und eine Interception. Die Colts kamen auf gerade einmal 64 Netto-Passing-Yards.
Was das für die Saison bedeutet: 6-0 und nach der Chiefs-Pleite das letzte ungeschlagene Team der NFL. Solche Spiele gewinnt man mit einer Defense in dieser Form. In Detroit wartet am Sonntag aber die bisher schwerste Aufgabe.
Nächstes Spiel: bei den Lions (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Das Laufspiel funktionierte mit 154 Yards, das Passspiel nicht: Daniel Jones brachte 13 von 22 Pässen für 108 Yards an, wurde viermal gesackt und warf eine Interception. Dazu vergab Kicker Spencer Shrader zwei von drei Field Goals, genau die Punkte, die am Ende fehlten.
Was das für die Saison bedeutet: 2-5, dazu die Unruhe nach der Entlassung von GM Chris Ballard und die Trade-Gerüchte um Taylor. Für mich ist offen, ob die Colts vor der Deadline zu Verkäufern werden.
Nächstes Spiel: bei den Jaguars (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Baker Mayfield war zurück, aber die Show machten andere. Tampa Bay lief 49-mal für 258 Yards und führte zur Halbzeit 33:6, 26 Punkte fielen allein im zweiten Viertel. Der Höhepunkt: ein Strip-Sack gegen Bryce Young, den Calijah Kancey zum Touchdown in die Endzone trug. Mayfield selbst brauchte nur elf Pässe.

Das Spiel: Bucky Irving erlief zwei Touchdowns, Sean Tucker einen weiteren über 46 Yards. Mayfield brachte 7 von 11 Pässen an, einen davon zum Touchdown auf Receiver Tez Johnson. Die Defense holte fünf Sacks, zwei Interceptions und zwei Fumbles.
Was das für die Saison bedeutet: 2-5, aber mit Mayfield sieht das Team plötzlich wieder wie ein Playoff-Kandidat aus, und in der NFC South ist der Abstand zur Spitze überschaubar. Das Division-Duell gegen Atlanta zeigt, ob das mehr war als ein Ausreißer nach oben.
Nächstes Spiel: gegen die Falcons (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das Spiel: Vier Turnover, fünf Sacks und nur 24 Minuten Ballbesitz. Bryce Young, bisher Liga-Spitze bei den Passing Yards, brachte nur 17 von 31 Pässen an und warf zwei Interceptions. Der 50-Yard-Touchdown auf Darren Waller war der einzige Lichtblick.
Was das für die Saison bedeutet: 3-3 und trotzdem Platz eins in der NFC South. Aber so ein Auftritt gegen einen Division-Rivalen ist ein Warnsignal. Am Donnerstag geht es nach kurzer Regeneration nach Green Bay.
Nächstes Spiel: bei den Packers (Freitag, 1:15 Uhr)

Die Story des Spiels: Bis kurz vor der Pause stand es 6:6, dann drehte Bo Nix auf: erst ein 62-Yard-Scramble zum Touchdown, nach der Halbzeit ein 52-Yard-Touchdown-Pass auf RJ Harvey. J.K. Dobbins erhöhte mit Ablauf des dritten Viertels auf 27:13. Arizona, mit Jacoby Brissett statt Carson Beck, kam nicht mehr heran.

Das Spiel: Nix brachte zwar nur 15 von 29 Pässen an, sorgte aber für die beiden großen Plays des Spiels. 160 Rushing Yards, kein Turnover, Wil Lutz traf alle drei Field Goals. Was nervt: elf Penalties für 114 Yards.
Was das für die Saison bedeutet: 5-2, und weil die Chiefs in Seattle verloren haben, kann Denver am Sonntag mit einem Sieg die Tabellenführung in der AFC West übernehmen. Für mich war das der Auftritt, den die Offense nach dem Wechsel des Play-Callings zu Sean Payton gebraucht hat.
Nächstes Spiel: gegen die Chiefs (Sonntag, 22:25 Uhr)

Das Spiel: Jacoby Brissett vertrat Carson Beck und warf 48-mal, brachte aber nur 27 Pässe an. Chad Ryland traf drei Field Goals, Trey McBride fing den einzigen Touchdown. Gegen die Broncos-Defense endeten zu viele Drives mit Field Goals statt Touchdowns.
Was das für die Saison bedeutet: 2-5, und die Probleme in der Red Zone ziehen sich durch die Saison. Ohne Jeremiyah Love fehlt dem Angriff die Explosivität. In Dallas wird es nicht leichter.
Nächstes Spiel: bei den Cowboys (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Unser Tipp auf die Raiders war schon zur Halbzeit erledigt: 28:6 für die Rams. Matthew Stafford warf drei Touchdowns, zwei auf Tight End Davis Allen, einen auf Puka Nacua, der trotz Wadenproblemen spielte. Las Vegas kam im vierten Viertel mit zwei Touchdowns heran, scheiterte aber zweimal an der Two-Point Conversion.

Das Spiel: 202 Rushing Yards bei 5,8 Yards pro Carry, Kyren Williams und Blake Corum mit je einem Touchdown. Stafford brachte 23 von 29 Pässen an, drei Touchdowns, eine Interception. Kein einziger Field-Goal-Versuch: Diesmal endeten die Drives in der Endzone.
Was das für die Saison bedeutet: 3-4 und in Schlagdistanz zu Platz zwei in der NFC West. Wenn Myles Garrett bald zurückkommt, kann das noch eine interessante Saison werden. Am Sonntag wartet das Stadtduell mit den sieglosen Chargers.
Nächstes Spiel: gegen die Chargers (Sonntag, 22:05 Uhr)

Das Spiel: Kirk Cousins warf für 308 Yards und zwei Touchdowns, aber das Laufspiel kam nur auf 48 Yards. Nach dem 6:28 zur Halbzeit war das Spiel gelaufen, die Touchdowns von Tre Tucker und Ashton Jeanty im vierten Viertel waren Ergebniskosmetik.
Was das für die Saison bedeutet: 3-4 und schon die vierte Niederlage in Folge. Die Raiders hängen im Mittelfeld der AFC fest, gegen die Jets am Sonntag ist ein Sieg Pflicht.
Nächstes Spiel: bei den Jets (Sonntag, 19:00 Uhr)

Die Story des Spiels: Die Chiefs kamen als letztes ungeschlagenes Team der AFC nach Seattle und flogen ohne einen einzigen Touchdown wieder nach Hause. Seattle kontrollierte das Spiel von Anfang an: Kurz vor der Pause fand Sam Darnold Jaxon Smith-Njigba für einen 28-Yard-Touchdown zum 10:0.
Kansas City kam den ganzen Abend nicht in die Red Zone, Harrison Butker traf nur eines von drei Field Goals. Knapp vier Minuten vor Schluss machte Running Back Emanuel Wilson mit einem 21-Yard-Touchdown-Run alles klar.

Das Spiel: Darnold brachte 20 von 28 Pässen für 257 Yards und einen Touchdown an, eine Interception war allerdings wieder dabei. Auch ohne Zach Charbonnet lief Seattle 41-mal für 153 Yards und hatte fast 36 Minuten den Ball. Die Defense ließ nur 213 Total Yards zu, Jason Myers traf beide Field Goals.
Was das für die Saison bedeutet: 4-3 und Platz zwei in der NFC West. Nach dem 20:3 gegen das bis dahin ungeschlagene AFC-Topteam geht Seattle mit gutem Gefühl in die Bye-Week. Für mich war das die Antwort auf die Kritik an Darnold, auch wenn das Turnover-Problem noch nicht ganz verschwunden ist.
Nächstes Spiel: Bye-Week

Das Spiel: 213 Total Yards, nur 50 Rushing Yards und kein einziger Spielzug in der Red Zone. Das Passspiel kam auf 19 von 33 Pässen für 165 Yards, ohne Touchdown und mit einer Interception. Kurios: Insgesamt legte der Ball in der Luft nur 34 Yards zurück, fast der gesamte Raumgewinn im Passspiel kam erst nach dem Catch. Für Kenneth Walker wurde die Rückkehr zu seinem alten Team zu einer bitteren Nacht, dazu vergab Butker zwei Field Goals.
Was das für die Saison bedeutet: Die erste Niederlage kommt zur Unzeit und trotzdem gerade richtig: Mit 5-1 liegen die Chiefs in der AFC West nur noch knapp vor den Broncos (5-2), und genau dort geht es am Sonntag hin. Da geht es vermutlich um den Divisionsieg, aber beide Teams werden in die Playoffs kommen – und da haben die Chiefs in der Nacht gelernt, was ihnen noch fehlt zum großen Wurf, knapp zwei Wochen vor der Trade-Deadline am 10. November.
Nächstes Spiel: bei den Broncos (Sonntag, 22:25 Uhr)

Falcons stoppen 49ers, Rams können noch gewinnen, Giants überrennen Texans
Kucze ist zurück am Frühstückstisch und startet mit seinen Eindrücken vom NFL-Spiel in Paris. Mit Flo geht er durch den Sonntag: das Ende der 49ers-Serie in Atlanta, die Vikings, die mit dem zehnten Sieg in Folge über zwei Saisons hinweg bei 6-0 stehen, die Browns an der Spitze der AFC North, die Heimpleite der Ravens gegen die Bengals und der Sieg der Rams in Las Vegas.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenWas war für euch das Spiel des Wochenendes? Schreibt es uns in die Kommentare.
Weitere
Blogbeiträge
