Brandon Aiyuk holt Drew Rosenhaus und will zurück in die NFL
Über zwei Jahre ist es her, dass Brandon Aiyuk zuletzt in einem NFL-Spiel stand. Jetzt will der Receiver zurück: Aiyuk hat Drew Rosenhaus als neuen Agenten verpflichtet, einen der bekanntesten Spielerberater der Liga. Rosenhaus bestätigte das am Montag gegenüber ESPN-Insider Adam Schefter. Er arbeite daran, Aiyuk „zurück an die Arbeit zu bringen und wieder in der NFL spielen zu lassen“. Der Weg dorthin ist allerdings kompliziert, denn bei den 49ers ist Aiyuk Persona non grata.

Vom All-Pro zum Spieler ohne Team
2023 war Aiyuk einer der besten Receiver der Liga: 75 Catches, 1.342 Yards, sieben Touchdowns und die Wahl ins Second Team All-Pro. Dann kam der 20. Oktober 2024. Gegen die Chiefs riss er sich das vordere Kreuzband, das Innenband und den Meniskus im rechten Knie. Es war sein bislang letztes Spiel in der NFL.
Danach eskalierte das Verhältnis zu den 49ers Schritt für Schritt. Im Juli 2025 strichen sie ihm rund 27 Millionen Dollar an garantiertem Geld, weil er laut Team Pflichttermine in der Reha und Check-ins ausgelassen hatte. Im Dezember setzten sie ihn auf die Reserve/Left Squad List, nachdem er nicht mehr ins Trainingszentrum gekommen war. Zum Trainingscamp im Juli 2026 erschien er gar nicht, seitdem steht er auf der Reserve/Did Not Report List. Das heißt: Die 49ers zahlen ihn nicht, und er zählt nicht zu ihrem Kader.
Im Sommer kritisierte Aiyuk die 49ers öffentlich in den sozialen Medien, versuchte seine Entlassung zu erreichen und erklärte, er werde mit San Francisco keine Geschäfte mehr machen. Die Antwort kam ebenso deutlich: General Manager John Lynch und Head Coach Kyle Shanahan haben beide gesagt, dass Aiyuk sein letztes Spiel für die 49ers gemacht hat. Auf die Frage im September, ob er über eine Rückkehr nachdenke, antwortete Shanahan nur mit „Nein“.
So kann Aiyuk zurückkommen
Bevor Aiyuk wieder spielen darf, muss er bei der NFL einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen. Erst danach entscheiden die 49ers, was sie mit seinen Rechten machen. Einen Trade haben sie laut ESPN bereits erfolglos versucht, wahrscheinlicher ist deshalb eine Entlassung. Dann wäre Aiyuk frei und könnte bei jedem Team unterschreiben.
Wo könnte Aiyuk landen?
Aiyuk hat mehrfach angedeutet, dass er gerne zu den Washington Commanders würde. Dort spielt Quarterback Jayden Daniels, mit dem er an der Arizona State University befreundet war. Ob das noch eine Option ist, ist aber offen: Die Commanders haben inzwischen Stefon Diggs verpflichtet und wollen eigene junge Receiver entwickeln. Interessant wäre Aiyuk auch für Teams, die bis zur Trade Deadline am 10. November vergeblich nach einem Receiver suchen. Welche das sind, steht in unserem Artikel Die 10 sinnvollsten Trades bis zur Deadline.
Quelle: ESPN
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