NFL Trade Deadline 2026: Die 10 sinnvollsten Trades bis zum 10. November
Stand: 2. November 2026
Am Dienstag, 10. November, um 22 Uhr deutscher Zeit schließt das Trade-Fenster der NFL. Die Colts haben mit Quenton Nelson und DeForest Buckner schon zwei Stars abgegeben, die Bears haben sich Jeffery Simmons geholt. Und es geht weiter: Die Chiefs suchen einen Receiver, die Vikings einen Running Back, und bei mehreren Teams mit schwacher Bilanz stehen Leistungsträger zur Verfügung. Wir haben die zehn Trades gesammelt, die am meisten Sinn ergeben und am wahrscheinlichsten sind.
So haben wir ausgewählt: Am Anfang steht immer ein echtes Gerücht oder ein Spieler, der laut US-Insidern verfügbar ist. Dazu muss das neue Team den Spieler wirklich brauchen, und der Preis muss für beide Seiten passen. Die Trade-Chance stammt aus dem ESPN-Ranking der Trade-Kandidaten vom 28. Oktober, der Preis ist unsere eigene Einschätzung.
Diese Trades sind schon durch
Ein paar große Namen haben schon das Team gewechselt. Die Colts schickten Guard Quenton Nelson zu den Seahawks und Defensive Tackle DeForest Buckner zurück zu den 49ers. Die Bears holten Defensive Tackle Jeffery Simmons von den Titans, für die Erstrunden-Picks 2027 und 2028 plus einen Viertrunden-Pick. Schon früher in der Saison gingen Marvin Harrison Jr. von den Cardinals zu den Texans, Center Cam Jurgens von den Eagles zu den Ravens und Cornerback Joey Porter Jr. von den Steelers zu den Cowboys. Welche Teams verkaufen, welche suchen und wer sonst noch auf dem Markt ist, steht in unserem Überblick Die wichtigsten Trade-Kandidaten, Verkäufer und Käufer.
Die 10 sinnvollsten Trades bis zur Deadline

Kein Trade ergibt für beide Seiten so viel Sinn. Brian Thomas Jr. fing als Rookie 2024 noch 87 Pässe für 1.282 Yards und zehn Touchdowns, in dieser Saison sind es nach sieben Spielen zehn Catches für 117 Yards. In Jacksonville hat er Snaps verloren und wurde zwischenzeitlich auf die Bank gesetzt. Gleichzeitig suchen die Chiefs laut mehreren Berichten einen Receiver für Patrick Mahomes. Nach dem 24:28 in Denver ist der Druck noch größer: Mahomes warf für 321 Yards, im Schlussviertel gelang Kansas City aber kein einziger Punkt mehr. Thomas ist 24 Jahre alt und noch günstig unter Vertrag, das macht ihn für Kansas City auch über diese Saison hinaus interessant. Laut ESPN suchen neben den Chiefs auch die Steelers einen Receiver.

Josh Downs hat laut Berichten um einen Trade gebeten, und die Colts sind nach den Abgängen von Nelson und Buckner klar im Verkaufsmodus. Downs steht nach acht Spielen bei 30 Catches für 330 Yards, im März wird er Free Agent. Für ein Team wie Pittsburgh ist er genau der richtige Typ: ein sicherer Slot-Receiver, der die schnellen Pässe fängt. Die Steelers stehen bei 6-2 an der Spitze der AFC North, im Passspiel fehlt aber ein zweiter verlässlicher Receiver. In der Bye-Week haben sie Zeit, den Trade vorzubereiten. Auch die Chiefs, Rams, Patriots und Falcons werden als mögliche Abnehmer gehandelt.

Der Trade war eigentlich schon fertig: Die Vikings hatten sich laut Berichten mit den 49ers geeinigt, Jauan Jennings wollte aber nicht zurück nach San Francisco, und der Deal platzte. Dass er Minnesota verlässt, ist trotzdem wahrscheinlich. Jennings hat nur einen Einjahresvertrag, spielt in der Offense kaum eine Rolle und kommt auf sechs Catches für 54 Yards. Die Rams haben mit Puka Nacua einen Top-Receiver, beim 24:9 gegen die Chargers kam Matthew Stafford aber nur auf 157 Yards. Ein physischer Receiver, der auch blocken kann, passt perfekt in die Offense von Sean McVay. Und Los Angeles würde Jennings nicht zu seinem Ex-Team zwingen.

Josh Sweat ist im zweiten Jahr eines Vierjahresvertrags über 76 Millionen Dollar und hat drei Sacks. Laut CBS Sports könnte er Arizona verlassen, genannt werden die Cowboys, Bills und Packers. Für uns sind die Bills der logische Abnehmer: Buffalo steht bei 6-1 und ist für uns das beste Team der AFC. Gegen die Ravens ließ die Defense nur 144 Yards zu, aber in den Playoffs warten Quarterbacks wie Joe Burrow oder Drake Maye. Ein erfahrener Pass Rusher, der schon einen Super Bowl gewonnen hat, wäre das Puzzleteil für den Januar. Ein Haken: Mit dem 33:30-Sieg in Dallas sind die Cardinals bei 3-5 wieder etwas näher dran.

Die Chargers sind nach dem 9:24 gegen die Rams bei 0-7 das einzige Team der Liga ohne Sieg. Für einen 35-jährigen Pass Rusher mit auslaufendem Einjahresvertrag gibt es dort keine Perspektive mehr. Khalil Mack hat drei Sacks und ist laut Berichten ein Ziel der Bears, für die er schon von 2018 bis 2021 gespielt hat. Chicago hat mit Jeffery Simmons schon das Interior verstärkt, auf der Edge-Position ist der Kader wegen Verletzungen und einer Sperre aber dünn. Wichtig dabei: Den Signing Bonus haben die Chargers schon gezahlt, das neue Team müsste nur den Rest seines Gehalts übernehmen. Das hält den Preis niedrig.

Die Eagles haben nach dem 10:27 in Washington sechsmal in Folge verloren und stehen bei 2-6. Riq Woolen hat in Philadelphia nur einen Einjahresvertrag, sein Grundgehalt liegt bei 1,26 Millionen Dollar. Für ein neues Team wäre er also sehr günstig, im ESPN-Ranking der Trade-Kandidaten steht er auf Platz acht. Die Panthers führen die NFC South mit 3-4 an, ihre besten Cornerbacks sind aber auf der Injured Reserve. Woolen passt mit seiner Größe und Schnelligkeit gut in eine Zonen-Defense und kostet kaum etwas. Bill Barnwell hat bei ESPN schon einen Woolen-Trade zu den Panthers vorgeschlagen, dort mit Tight End Ja’Tavion Sanders als Teil des Pakets.

Der größte Name auf der Liste. Laut ESPN sind die Colts offen für einen Trade und haben mehrere Anrufe bekommen, interessiert sind Seahawks, Packers, Vikings, Giants und Broncos. Taylor hat in dieser Saison 610 Rushing Yards und acht Touchdowns, er ist 27 Jahre alt. Am meisten Sinn ergibt der Wechsel nach Minnesota: Die Vikings stehen bei 6-1, aber Aaron Jones und Jordan Mason kamen beim 15:19 in Detroit zusammen auf 42 Rushing Yards. Warum der Trade trotzdem nur auf Platz sieben steht: Besitzerin Carlie Irsay-Gordon fürchtet laut Berichten, mit einem Taylor-Trade die Kabine zu verlieren, und ein Trade würde den Colts laut Pro Football Rumors mehr als 20 Millionen Dollar Dead Money bescheren.

Yaya Diaby wird 2027 Free Agent, und mit David Walker steht in Tampa der Nachfolger schon bereit. Die Browns stehen bei 5-3 und haben seit dem Trade von Myles Garrett zu den Rams ein Loch im Pass Rush. Diaby hat in dieser Saison drei Sacks und eine Interception, mit 27 Jahren ist er im besten Alter.

Budda Baker ist seit zehn Jahren das Herz der Cardinals-Defense, aber mit 30 Jahren passt er nicht mehr zum Zeitplan in Arizona. Laut ESPN wollen die Cardinals für ihn aber noch eine Gegenleistung. Das Problem ist sein Vertrag: 16,2 Millionen Dollar in diesem Jahr, 17,8 Millionen im nächsten. Die Jaguars haben nach dem 42:7 gegen die Colts mit 5-2 die Führung in der AFC South und könnten einen erfahrenen Safety gebrauchen, der auch gegen den Lauf hilft. Baker steht bei 51 Tackles, 3,5 Sacks und einer Interception.

Der überraschendste Name auf der Liste: Shemar Stewart war 2025 ein Erstrunden-Pick der Bengals, spielt in der Rotation aber kaum eine Rolle und hat in dieser Saison einen Sack. Für die Lions wäre er eine günstige Wette auf die Zukunft. Detroit braucht laut ESPN Hilfe auf der Edge-Position, und mit 22 Jahren und einem Rookie-Vertrag würde Stewart auch in den kommenden Jahren ins Gehaltsgefüge passen. Die Bengals bekämen wenigstens noch etwas für einen Pick, der bisher nicht aufgegangen ist.
Diese Trades wird es nicht geben
Saquon Barkley: Laut ESPN tradet Philadelphia seinen Running Back nicht vor der Deadline, trotz der 2-6-Bilanz.
Garrett Wilson: Mehrere Teams haben bei den Jets angefragt, die Antwort war jedes Mal deutlich: nicht verfügbar.
Justin Herbert: Auch bei 0-7 gilt: Laut ESPN-Insider Adam Schefter tradet Los Angeles Herbert auf keinen Fall.
Alvin Kamara: Der Running Back hat seinen Vertrag bei den Saints umstrukturiert und will in New Orleans bleiben.
Welchen Trade würdet ihr euch wünschen? Schreibt es uns in die Kommentare.
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