Moin. Hier schreibt euch wieder Carsten. Einige von euch haben mich mit dem Hashtag CalloutCarsten gefragt, was denn bisher meine persönlichen Top-Trades und -Spielerwechsel waren. Hier habt ihr meine Antworten:

Kirk Cousins

Mein Nummer 1 Move der Offseason. Sein Vertrag in Minnesota hat alles bis heute Dagewesene an garantierten Summen in den Schatten gestellt. Das Front Office der Vikings geht volles Risiko für einen Quarterback, der in seiner Karriere bei den Redskins bis dato keinerlei Titel erringen konnte. Sein Quarterback-Rating ist mit 93,7 zwar extrem gut und auch sonst bringt er auf dem Papier alles mit, was sich ein Headcoach wünschen kann – vom ProBowl 2016 bis hin zu einem perfekten Spiel im November 2015. Aber die garantierte Summe ist schon extrem hoch und legt offen, dass sowohl der GM als auch der Owner der Vikings ganz klar den Titel in der kommenden, spätestens aber in der übernächsten NFL-Saison, erwartet.


“Immeasurably more than all we could ask or imagine” Ephesians 3:20 #skol

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Ndamukong Suh

Die große Überraschung ist der Move der Dolphins, ihren D-Liner Ndamukong Suh ziehen zu lassen, nachdem sie ihn vor einigen Jahren noch zum bestbezahlten Defense-Spieler machten. Der 139kg-Hüne ist eine Macht auf seiner Position und litt in Miami immer darunter, dass er wieder und wieder gedoppelt wurde. Mit seiner Verpflichtung haben nun die Rams einen Partner für ihren exzellenten Passrusher Aaron Donald, der letztes Jahr eine Saison mit 11 Sacks hinlegte. Diese beiden Pfeile im Köcher des Defense Coordinators werden Quarterbacks um Russell Wilson, Jimmy Garoppolo & Co. eine Menge Kopfschmerzen bereiten.

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Marcus Peters & Aqib Talib

Marcus Peters (kam via Trade für einen Draft-Pick in der 4. Runde 2018 sowie einen Zweitrunden-Pick 2019 aus Kansas) und Aqib Talib (kam von den Broncos für einen Fünftrunden-Pick im diesjährigen Draft) sind zwei der wohl besten Cornerbacks, die die Liga momentan hat. Beide entschieden sich für die Angebote der Rams und werden jetzt unter dem Defense Coordinator Wade Phillips ihren Dienst verrichten. Die beide Erstrunden-Picks aus 2008 und 2015 bringen den Rams nicht nur ein gewaltiges Plus an Erfahrung, sondern werden garantiert dazu beitragen, dass der Pass Rush der Mannen aus LA regelmäßig von Erfolg gekrönt sein wird.

Richard Sherman

Dass die Seahawks Richard Sherman entlassen haben, war schon eine Überraschung an sich. Dass er dann aber prompt beim Rivalen aus San Francisco unterschreibt, hat wohl jeden verdutzt. Wenn er wieder zu 100% fit wird, ist er eine absolute Bereicherung für die 49ers. Und bei dem Vertrag, der ihm vorgelegt wurde, ist das Risiko für die Cap Space im Falle eines Scheiterns durch Spätfolgen der gerissenen Achillessehne des Ausnahmetalents auch gering.

Danny Amendola

Der Wechsel von Danny Amendola von den Patriots nach Miami kam für mich ebenfalls überraschend. Nachdem der Wide Receiver bereits oft zuvor auf viel Geld verzichtete, um weiter mit Tom Brady spielen zu können, war er jetzt – nachdem seine Forderung nach einer „realistischen“ Bezahlung seitens New England scheinbar nicht erfüllt wurde – auf der Suche nach einem neuen Verein. Nun spielt er also beim direkten Rivalen in Florida.

Jordy Nelson

Die Entlassung von Aaron Rodgers’ Lieblingsreceiver kam für jeden Fan der Packers wie aus dem Nichts. Er selbst überlegte sogar – laut eigener Aussage – einen Pay Cut hinzunehmen, um in Green Bay bleiben zu können. Daran zeigte die Organisation der Packers allerdings wohl kein echtes Interesse und so landetet der All Pro Wideout bei den Raiders. Im Gegenzug wurde der Tight End der Seahawks, Jimmy Graham, nach Wisconsin geholt. Wenn Graham auch nur im Ansatz seine Leistungen abzurufen vermag, die er in den ersten Jahren seiner Karriere bei den Saints mit Drew Brees abzuliefern im Stande war, könnte sich dieser Schachzug für das Team rund um Rodgers bezahlt machen.

Tyrann Mathieu

Dass Tyrann Mathieu trotz eines noch fast frischen Vertrages in Arizona entlassen wurde, kam wohl auch für ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Zumal der Grund schon fast absurd erscheint. Er wurde gebeten, auf Geld zu verzichten, um Cap Space für die Verpflichtung von QB Sam „stets verletzt“ Bradford generieren zu können. Bradford spielt nun also bei den Cardinals für sage und schreibe 20 Mio im Jahr und Mathieu wird ab sofort hinter JJ Watt & Co. im Backfield der Houston Texans seinen Dienst verrichten. Ein Schachzug der Geschäftsführung in Arizona, den ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen kann.

Trey Burton

Der Tight End wechselte von den Eagles zu den Bears, die mit dem ehemaligen Offense Coordinator Matt Nagy ein völlig neues System in Chicago etablieren wollen. Jetzt werden sich viele fragen, warum dieser Wechsel in meine Top-Liste gehört. Ich erklär’s euch: Spätestens seit seinem starken Spiel zum Ende der vergangenen Saison gegen die Rams mit 5 Fängen für 71 Yards und 2 Touchdown-Catches war klar, dass er auf seiner Postion, wenn richtig eingesetzt, eine richtige Waffe sein kann. Falls er in Chicago dieselbe Rolle bekommt wie Travis Kelce bei den Chiefs unter Coach Nagy, dann holla die Waldfee.

It’s official, LETS GOOOO CHICAGO @chicagobears

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Tyrod Taylor & Jarvis Landry

Dass das Tuch zwischen dem Quarterback und dem Coaching Staff der Bills zerrissen war, hat die ganze Welt im Laufe der letzten Saison mitbekommen. Aber, dass die Browns sich seine Dienste sichern – statt wie die letzten Jahre immer einen jungen Spielmacher zu draften – war schon verblüffend. Dass dann aber auch noch Jarvis Landry von den Dolphins im Tausch für zwei Draft-Picks kommt, sorgte nicht nur bei den Anhänger der Dolphins für große Augen. Somit haben die Browns nicht nur einen guten, erfahrenen Spielmacher, sondern zu diesem Schnäppchen auch noch den passenden Ballfänger zum „Supersonderangebotspreis“ ergattert. Dies kann das Grundfundament sein, auf das die Browns ihre Zukunft mit ihren zwei Picks an 1 und 4 der ersten Draft-Runde und der dazu noch frei verfügbaren Riesensumme im Cap Space sehr gut aufbauen können.

 

Das war’s. Wenn auch ihr Fragen habt, dann gern her damit! Benutzt einfach den Hashtag CalloutCarsten.

Grüße, Carsten

 

Foto-Quelle: Instagram

 

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