Das mit dem Glauben ist ja so eine Sache. Der eine Mensch glaubt an Gott. Der andere an den Weihnachtsmann. Einige glauben an ein Leben nach dem Tod. Vereinzelte an die Meisterschaft von Bayer Leverkusen. Aber woran NFL-Profi William Hayes glaubt, glaubt ihr nie: Der 31-Jährige ist davon überzeugt, dass es Meerjungfrauen WIRKLICH gibt.

Hayes ist keine Lichtgestalt in der NFL. Ich würde ihn als Durchschnitt bezeichnen. 2008 wurde der Defensive End an insgesamt 103. Stelle von den Tennessee Titans im Draft gezogen. Von 2012 bis 2016 verteidigte er dann für die St. Louis bzw. Los Angeles Rams (letzte Saison 5 Sacks in 14 Einsätzen).


Was im Trubel der vergangenen Tage unter ging: Neben Top-Stars wie Eddie Lacy, Martellus Bennett, Brandon Marshall oder Brandin Cooks hat auch Hayes den Klub gewechselt. Am 9. März, also vor genau einer Woche, wurde er zu den Miami Dolphins getradet.

Ich habe das nur durch Zufall mitbekommen – mich aber sofort an den Typen erinnert. War das nicht…? Ja, genau der war das! Wer diese Geschichte nicht kennt, wird sie kaum glauben.

Arielle, die Meerjungfrau, lebt tatsächlich!

Rückblick: Vergangenen Sommer wurden die Rams bei ihrer Saison-Vorbereitung von der US-TV-Serie „Hard Knocks“ begleitet. Und dann plauderte Headcoach Jeff Fisher (mittlerweile gefeuert) plötzlich aus dem Nähkästchen: „William Hayes ist ernsthaft davon überzeugt, dass Meerjungfrauen existieren. Ich weiß noch genau, dass William total hippelig war, als er davon erfuhr, dass die Rams von St. Louis nach Los Angeles umziehen. Dann wäre er ja an der Westküste und damit den Meerjungfrauen viel näher…“

BITTE WAS???

Und Hayes meint das tatsächlich ernst. Seinem Teamkollegen T.J. McDonald gegenüber begründete er das bereits 2015 so: „Die finden im Wasser doch jeden Tag neue Spezies.“

Dinosaurier gab’s hingegen nie

Aber es kommt noch besser: Hayes glaubt zwar an die Existenz von Meerjungfrauen. Dass es mal Dinosaurier auf der Welt gegeben hat, bezweifelt das 123kg-Schlachtross allerdings. „Dinosaurier haben nie existiert. Sie haben nicht existiert, weil es nicht wahr ist. Dinosaurier haben nie den Erdboden betreten“, sagt Hayes.

Und holt gegenüber „ESPN“ weiter aus: „Mit diesen Knochen, die angeblich immer mal wieder gefunden werden, ist es doch verrückt, weil der Mensch noch nie einen Dinosaurier gesehen hat. Aber wir wissen genau, wie wir all diese Knochen im Dinosaurier-Skelett richtig anordnen? Wir wissen, dass sie gestorben sind. Wir wissen, was ein T-Rex gegessen hat. Das klingt doch verrückt. Wir haben noch nie einen Dinosaurier gesehen, aber wir wissen genau, wo jede einzelne Rippe war und wo welche Rippe hingehört? Ich glaube, es ist wahrscheinlicher, dass es Meerjungfrauen gibt, als das es Dinosaurier gab.“

Kann man so sehen. Man kann bei solchen Sätzen aber auch einfach nur den Kopf schütteln. So wie Chris Long, Hayes’ damaliger Teamkollege – und großer Dinosaurier-Fan. Dass Hayes glaubt, die Knochenfunde und Ausgrabungen von Archäologen seien frei erfunden, macht Long fassungslos: „William glaubt wirklich, dass Archäologen die Knochen von Dinosauriern verstecken. So wie Eltern die Eier zu Ostern.“

Haltet die Augen offen! Vielleicht begegnet euch schon morgen an der Aldi-Kasse eine Meerjungfrau und kauft fünf Dosen Fisch-Filet. Hayes ist davon so überzeugt, dass er seine Weltansicht sogar auf seinen sozialen Netzwerken verteidigt.

Foto-Quelle: Instagram

 

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Kucze
Geschrieben von Kucze
Sport-Redakteur (BZ, BILD, BamS) * jetzt selbstständig * NFL-Fan seit 2001 * Groundhopper * Erdmännchen-Lobbyist