Nachdem wir uns zum Auftakt um die QBs gekümmert haben, werfe ich den Blick heute auf die besten Running Backs für die Fantasy Football Saison 2017. Die Footballerei RB Rankings – here you go!

Schwärmte ich beim letzten Mal noch von der Tiefe auf der Quarterback-Position, gibt es wohl keine Gattung im Fantasy Football, die stärker vom Aussterben bedroht ist als die des Running Backs. Wir werden nach dem Ende unserer Position Rankings nochmal ausführlich auf die richtige Strategie für euren Fantasy-Draft eingehen – aber soviel sei verraten: kein Pick in der ersten Runde ist zu früh für einen Running Back.


Zu rar gesät sind in der heutigen NFL die ‚Workhorse Backs‘, also Spieler, die quasi unter Garantie Woche für Woche das Gros der Läufe in ihrem Team bekommen – und nicht nach jedem zweiten Down vom Feld müssen. So lässt es sich auch erklären, warum in meiner Rangliste eine der großen Enttäuschungen des Vorjahres, Todd Gurley von den LA Rams, weiterhin in den Top 10 platziert ist, während sich Devonta Freeman hinter ihm einreihen muss.

Der Grund: hinter Gurley herrscht im Kader der Rams weiterhin gähnende Leere – während Tevin Coleman in Atlanta seinem Konkurrenten Freeman sicher noch mehr auf die Pelle rücken wird.

Es gibt einfach genügend Teams, bei denen die Arbeit im Laufspiel gleichmäßig auf mehrere Spieler verteilt ist: hätte man zum Beispiel in Seattle bei Eddie Lacy die Gewissheit, dass er der unumstrittene Starter sein wird, stünde er an dieser Stelle sicher deutlich weiter oben – momentan ist es allerdings völlig unklar, wieviel Spielanteile er neben Thomas Rawls (161 Yards im Playoff-Spiel 2016 gegen die Lions) oder C.J. Prosise (153 Gesamtyards beim Auswärtssieg in Woche 10 gegen die Patriots) bekommen wird.

So – genug gesabbelt. Hier sind meine Top Running Backs für eure Fantasy-Saison 2017!

 


1-3

??? Been having football withdrawal lately. Can't wait to get back at it! #ComebackSeason

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1) David Johnson (Arizona Cardinals – 2016: 1,239 yds, 16 TDs, 80 rec, 879 yds, 4 TD)

2) Le’Veon Bell (Pittsburgh Steelers – 2016: 1,268 yds, 7 TDs, 75 rec, 610 yds, 2 TD)

3) Ezekiel Elliott (Dallas Cowboys – 2016: 1,631 yds, 15 TDs, 32 rec, 363 yds, 1 TD)

 

Bei den großen 3 unter den Running Backs kann man eigentlich würfeln – nen Fehler macht man nicht.

Ich habe mich in der kommenden Saison im Vergleich zu Le’Veon Bell und Ezekiel Elliott für David Johnson als besten Fantasy-Vertreter seiner Zunft entschieden. Der Grund: über 30% aller Offensivyards und knapp die Hälfte aller Touchdowns im eigenen Team 2016. Unfassbar.

Und der Junge wird noch besser – die Knieverletzung am Ende der letzten Saison ist bereits Geschichte… Neben Johnson zeichnet sich auch Bell durch eine unglaublich hohe Zahl an Receptions aus. Diese Vielseitigkeit ist pures Gold für Fantasy-GMs. Lediglich die drohende Gefahr einer weiteren Sperre durch die NFL (Le’Veon kifft halt gern) und seine alljährlichen Verletzungssorgen sind der Grund dafür, dass er Johnson den Vortritt lassen muss.

Zeke Elliott wiederum hat das Zeug dazu, 2018 in dieser Rangliste an der Spitze zu stehen.

The sky is the limit, Cowboy.

 


4-10

Catch me in a end zone near you… no flags more cash more swag…#10kchase #12kchase

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4) LeSean McCoy (Buffalo Bills – 2016: 1,267 yds, 13 TDs, 50 rec, 356 yds, 1 TD)

5) Melvin Gordon (Los Angeles Chargers – 2016: 997 yds, 10 TDs, 41 rec, 419 yds, 2 TD)

6) Jordan Howard (Chicago Bears – 2016: 1,313 yds, 6 TDs, 29 rec, 298 yds, 1 TD)

7) Todd Gurley (Los Angeles Rams – 2016: 885 yds, 6 TDs, 43 rec, 327 yds)

8) Devonta Freeman (Atlanta Falcons – 2016: 1,079 yds, 11 TDs, 54 rec, 462 yds, 2 TD)

9) DeMarco Murray (Tennessee Titans – 2016: 1,287 yds, 9 TDs, 53 rec, 377 yds, 3 TD)

10) Jay Ajayi (Miami Dolphins – 2016: 1,272 yds, 8 TDs, 27 rec, 151 yds)

 

LeSean McCoy ist ne Bank. Punkt. Und bei den Bills ohne Gillislee nun ziemlich konkurrenzlos. Im lauffreudigsten Team der NFL keine schlechte Voraussetzung für ein weiteres dominantes Jahr… Aber wie bitte? Freeman und Murray nicht unter den Top 5?

Wie besprochen: beide sind nun mal nicht die Alleinunterhalter im Backfield ihrer Teams – auch in Tennessee wird Derrick Henry nicht von der Bildfläche verschwinden. Der Mann ist ein Monster und wird gerade an der Goalline in seinem zweiten Jahr noch mehr gefüttert werden.

Gordon (nach dem Abgang von Danny Woodhead) und Howard sind in LA und Chicago die unumstrittenen Starter – und nichts ist im Fantasy Football wichtiger als Konstanz. Ob Jay Ajayi diese nach seiner großartigen zweiten Saisonhälfte 2016 in die neue Saison retten kann, bleibt abzuwarten. Den Großteil seiner Yards machte er im letzten Jahr mit einigen 200 Yard-Spielen in Folge. Die Offensive Line der Dolphins lässt aber hoffen… Year of the fish, baby?

 


11-15

Running into Day 3️⃣ of OTA's like @leonardfournette.

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11) Leonard Fournette (Jacksonville Jaguars – 2016: -)

12) Joe Mixon (Cincinnati Bengals – 2016: -)

13) Marshawn Lynch (Oakland Raiders – 2016: -)

14) Adrian Peterson (New Orleans Saints – 2016: 37 att, 72 yds, 0 TDs, 6 tgt, 3 rec, 8 yds)

15) Lamar Miller (Houston Texans – 2016: 1,073 yds, 5 TDs, 31 rec, 188 yds, 1 TD)

 

Von den ersten beiden Jungspunden in diesem Ranking erwarte ich in 2017 so einiges: Fournette, im College als ‚Jahrhunderttalent‘ gepriesen, wird in Jacksonville für eine neue Offensivkultur sorgen – irgendwas sagt mir, dass der Rookie die zentrale Figur im Angriff der Jaguars sein wird.

Joe Mixon würde nur zu gern beweisen, dass er ein Erstrundentalent und den Bengals beim NFL Draft förmlich in den Schoß gefallen ist. Die Konkurrenz im eigenen Team ist mit einem kreuzbandgeschädigten Giovani Bernard und Jeremy Hill recht überschaubar. Gerade Hill enttäuschte in den letzten beiden Jahren massiv.

Werden die alten Herren der Liga noch ein letztes Mal zeigen, wo der Barthel den Most holt? Lynch und Peterson sind die wohl grössten Fragezeichen der kommenden Fantasy Football-Saison. Scheiß drauf. Die beiden Schlachtrösser werden’s allen beweisen – zu klären bleibt nur, ob Lynch nach einem Jahr im Ruhestand den Rost aus den Knochen schütteln und Peterson eine zentrale Figur im Angriff der Saints werden kann.

Motiviert genug dürften beide sein.

 


16-20

@dalvincook on set at the @nfl Rookie Premiere. (?: @ben_liebenberg)

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16) Dalvin Cook (Minnesota Vikings – 2016: -)

17) Carlos Hyde (San Francisco 49ers – 2016: 988 yds, 6 TDs, 27 rec, 163 yds, 3 TD)

18) Eddie Lacy (Seattle Seahawks – 2016: 360 yds, 6 TDs, 4 rec, 28 yds)

19) Paul Perkins (New York Giants – 2016: 456 yds, 0 TDs, 15 rec, 162 yds)

20) Christian McCaffrey (Carolina Panthers – 2016: -)

 

Mit Cook und McCaffrey haben’s zwei weitere Rookies in meine Top 20 geschafft. Die Ausgangssituation der Youngsters ist ähnlich: beide wurden in den ersten beiden Runden des diesjährigen Drafts gepickt – allein diese Tatsache spricht schon dafür, dass sie wichtige Rollen in ihren Teams spielen dürften.

Cook sollte sogar recht schnell die klare Nummer 1 im Laufspiel der Vikings werden. Zu schwach war 2016 sein Konkurrent Jerick McKinnon, als er nach der Verletzung von Peterson Woche für Woche seine Chance bekam. Aus Oakland kam Latavius Murray. Ich glaube, Cook ist besser.

McCaffrey ist ein einzigartiger Spielertyp, der den Panthers einen hohen 1st Round-Draftpick wert war. Klar wird Jonathan Stewart nicht von der Bildfläche verschwinden – aber gerade in PPR-Leagues (‚points-per-reception‘) wird der verkappte Receiver seinem QB Cam Newton das Leben bei kurzen Pässen deutlich erleichtern.

Während Carlos Hyde zwar schon immer ein Top 10-Talent auf seiner Position war (Gruß an Remo!), will ich von ihm endlich mal eine verletzungsfreie Saison erleben. Zudem bestand der neue Head Coach Kyle Shanahan darauf, dass mit Joe Williams ein ernstzunehmender Konkurrent für Hyde gedraftet wurde. Hm. Ich bin skeptisch.

A propos: ob Paul Perkins die langersehnte Antwort für das seit Jahren grottige Laufspiel der New York Giants sein wird, bleibt abzuwarten. Aber: vom Trainertream in der Offseason zum ‚3 Down-Back‘ erklärt, gibt es dieses Jahr wohl nur wenige Teams in der NFL, in denen der Job des Starters leichter zu haben sein wird als im Big Apple.

 


Der Rest vom Schützenfest

2017 and beyond… #WROH

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21) Ameer Abdullah (Detroit Lions – 2016: 101 yds, 0 TDs, 5 rec, 57 yds, 1 TD)

22) Mike Gillislee (New England Patriots  – 2016: 577 yds, 8 TDs, 9 rec, 50 yds, 1 TD)

23) LeGarrette Blount (Philadelphia Eagles – 2016: 1,161 yds, 18 TDs, 7 rec, 38 yds)

24) Isaiah Crowell (Cleveland Browns – 2016: 952 yds, 7 TDs, 40 rec, 319 yds)

25) Jamaal Charles (Denver Broncos – 2016: 40 yds, 1 TD, 2 rec, 14 yds)

26) Matt Forte (New York Jets – 2016: 813 yds, 7 TDs, 30 rec, 263 yds, 1 TD)

27) Doug Martin (Tampa Bay Buccaneers – 2016: 421 yds, 3 TDs, 14 rec, 134 yds)

28) Kareem Hunt (Kansas City Chiefs – 2016: -)

29) Samaje Perine (Washington Redskins – 2016: -)

30) Terrance West (Baltimore Ravens – 2016: 774 yds, 5 TDs, 34 rec, 236 yds, 1 TD)

 

Warum sich Glasknochenmann Ameer Abdullah beim Flaschendrehen sicherlich den Kiefer brechen würde und trotzdem zu meinen Überraschungs-Picks für 2017 gehört – und wieso ich glaube, dass Mike Gillislee der legitime Nachfolger von LeGarrette Blount bei den Patriots wird?

Das verrate ich euch dann in einigen Wochen, wenn es um die Sleeper-Kandidaten für die Fantasy Football-Saison 2017 geht.

 


Nächste Woche machen wir hier erstmal weiter mit den Wide Receiver Rankings – in diesem Sinne…

Die Menschen müssen mehr Fantasy Football spielen.

 

Es grüsst euch

Detti

 

Foto-Quelle: Instagram

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Detti
Geschrieben von Detti
Fantasy Nerd - Seahawks-Fan seit den frühen 2000ern (als Mike Holmgren dünn war und Matt Hasselbeck Haare hatte) - Kellerkind - königlich-bayrisches Konsulat der Footballerei