Freunde. Letzte Woche hat die Footballerei mit nem Startschuss die Fantasy Football Saison 2017 eröffnet.

Ab heute geben wir bis zum Saisonstart (beziehungsweise eurem Fantasy-Draft) Vollgas, um euch auf ein glorreiches Jahr im virtuellen Freudenhaus vorzubereiten.


Beginnen wollen wir mit meinen Rankings der Fantasy-Quarterbacks für 2017. Es hängt immer ein wenig von den Settings eurer Liga ab, wie wichtig letztendlich der QB ist – aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass einen ein Fehlgriff auf dieser Position die ganze Saison kosten kann. Oder die richtige Wahl selbige im Alleingang gewinnt.

Fragt mal bei GMs nach, die 2013 Peyton Manning und 2015 Cam Newton im Team hatten – oder letztes Jahr Aaron Rodgers. Der Spielmacher der Packers hat zahllose Fantasy-Teams mit seiner Performance vor allem in der zweiten Saisonhälfte auf seinen Schultern alleine in die Playoffs getragen – oder gleich bis zum Titel.

Andererseits gibt es wohl keine Position im Fantasy Football, die tiefer besetzt ist. Geht man davon aus, dass in den meisten Ligen nicht mehr als 12 oder maximal 14 Teams gegeneinander antreten, werdet ihr in meiner nachfolgenden Rangliste sehen, dass auch diejenigen Teams, die warten können, noch sehr ordentliche Chancen auf nen guten QB haben werden. Gehen wir’s an…

 


1-5

☝ Sunday closer to ? ‼ #GoPackGo

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1) Aaron Rodgers (Green Bay Packers – 2016: 4428 Yards, 40 TD, 7 INT)

‚I think we can run the table‘ – sprach Aaron und führte Green Bay mit 6 Siegen in Folge noch zum NFC North Titel. Im Lambeau Field wird sich auch 2017 nichts ändern: fragwürdige Defense, fragwürdiges Laufspiel. Das Passspiel sollte genauso rocken wie 2016. Jordy Nelson wird nicht schlechter – und Martellus Bennett ist jetzt auch noch da.

2) Tom Brady (New England Patriots – 2016: 3554 Yards, 28 TD, 2 INT)

Der Beste aller Zeiten. Punkt. Er wird sich mit Rodgers einen heißen Kampf um den NFL MVP liefern – und im Fantasy gibt’s wohl keinen, der ’safer‘ ist. Gronkowski, Edelman, Cooks, Mitchell, Amendola, dazu Trillionen Passing Yards auf seine Running Backs. Lecker.

3) Drew Brees (New Orleans Saints – 2016: 5208 Yards, 37 TD, 15 INT)

A propos ’safe‘: letzte Saison mal wieder über 5000 Yards? Sind bei Brees Standard. Irgendwann wird auch Drew mal alt – aber noch ist’s nicht soweit. Cooks ist weg (für die langen Bomben hat er jetzt Ted Ginn jr), aber die relativ hohe Anzahl an Interceptions 2016 sollte eine Ausnahme gewesen sein…

4) Matt Ryan (Atlanta Falcons – 2016: 4944 Yards, 38 TD, 7 INT)

Klar, Kyle Shanahan wird ihm im Ohr fehlen. Zu vermuten, dass Ryan und die explosive Offense der Falcons zu viel an Power verliert, ist aber unrealistisch. Die Waffen von Matty Ice sind gleich geblieben – und Julio Jones allein ist schon mal für knapp 2000 Yards gut.

5) Russell Wilson (Seattle Seahawks – 2016: 4219 Yards, 21 TD, 11 INT)

Wäre DangeRuss letzte Saison nicht quasi von Beginn an angeschlagen gewesen, hätte er deutlich mehr Rushing Yards vorzuweisen – und das zählt auf dem Fantasy-Scoreboard ja auch, Freunde. Doug Baldwin, Jimmy Graham, ein wiedergenesener Tyler Lockett und Paul Richardson sollten mal wieder für die Top 5 reichen.

 


6-10

Ballin' like #MarchMadness!

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6) Andrew Luck (Indianapolis Colts – 2016: 4240 Yards, 31 TD, 13 INT)

Seine kaputte Schulter am Wurfarm (!) macht mir Sorgen. Gehen wir aber mal davon aus, dass die medizinische Abteilung der Colts ihr Handwerk beherrscht und hoffen auf ein weiteres Jahr in einer sehr passlastigen Offense ohne ernstzunehmendes Laufspiel und ner schlechten Defense.

7) Jameis Winston (Tampa Bay Buccaneers – 2016: 4090 Yards, 28 TD, 18 INT)

Ein vielversprechendes zweites Profi-Jahr 2016, ein unfassbar guter Mike Evans, mit DeSean Jackson ein Speed-Element, das noch gefehlt hat, und mit O.J. Howard ein First Round-Rookie Tight End, der Großes verspricht (neben Touchdown-Maschine Cameron Brate). Ich bin dabei.

8) Derek Carr (Oakland Raiders – 2016: 3937 Yards, 28 TD, 6 INT)

Can you say: next step? Ein potentieller NFL-Superstar hinter einer der besten Offensive Lines der Liga. Neben Amari Cooper und Michael Crabtree hat er nun noch Jared Cook (TE) und Marshawn Lynch dazubekommen. Dem Derek schwillt das Horn. Platz 8 ist vielleicht sogar zu pessimistisch…

9) Cam Newton (Carolina Panthers – 2016: 3509 Yards, 19 TD, 14 INT)

Can you say: Rebound? Die definitiv grösste Enttäuschung der letzten Fantasy-Saison wird zurückschlagen – hoffe ich wenigstens. Die Ansätze sind vielversprechend: mit Christian McCaffrey und Curtis Samuel haben die Panthers zwei unberechenbare Dynamos für ihre Passing Offense gedraftet, die Super-Cam so in seiner Karriere noch nie hatte.

10) Ben Roethlisberger (Pittsburgh Steelers – 2016: 3819 Yards, 29 TD, 13 INT)

Okay, sein letztes Jahr sieht auf den ersten Blick nicht besonders cremig aus. Bedenkt man aber, dass er sich (mal wieder) mit Verletzungen herumschlagen musste und im Prinzip nur auf Antonio Brown und Le’Veon Bell werfen konnte, stellt sich das Ganze schon wieder anders dar. Martavis Bryant wird zurückkommen, Eli Rogers den nächsten Schritt machen – und ab geht’s.

 


11-15

Happy birthday Matthew Stafford! ?

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11) Matthew Stafford (Detroit Lions- 2016: 4327 Yards, 24 TD, 10 INT)

Der Typ Quarterback, den man in seinem Draft relativ spät bekommt und sich trotzdem entspannt zurücklehnen kann. Warum? Gute Chemie mit Offensive Coordinator Jim Bob Cooter, dasselbe Arsenal mit einem hoffentlich konstanteren Marvin Jones und einem wie gewohnt schwachen Laufspiel.

12) Dak Prescott (Dallas Cowboys – 2016: 3667 Yards, 23 TD, 4 INT)

Der Junge macht nach einem fantastischen Rookie-Jahr keine Anzeichen, warum er in seiner zweiten Spielzeit in der NFL nachlassen sollte. Dabei könnten auch die Samthandschuhe ausgezogen werden, die ihn zwar fast fehlerfrei spielen ließen (nur 4 Interceptions 2016), aber auch seine Fähigkeiten als Läufer mehr zur Geltung bringen könnten.

13) Marcus Mariota (Tennessee Titans – 2016: 3426 Yards, 26 TD, 9 INT)

Brüche heilen – auch das Bein des Hawaiianers wird wieder. Seit seiner Ankunft in der Liga auf der Suche nach einem klaren Nummer 1-Receiver. Rishard Matthews übertraf alle Erwartungen in 2016 – und mit Corey Davis hat Tennessee nun endlich einen langersehnten ‚go-to-guy‘. Vermutlich.

14) Philip Rivers (Los Angeles Chargers – 2016: 4386 Yards, 33 TD, 21 INT)

Der besamungsfreudige Veteran (8 Kinder!) könnte eine der Überraschungen auf der Quarterback-Position sein. Selten konnten die Chargers ein vergleichbares Arsenal an Passempfängern aufweisen wie in der kommenden Saison: Keenan Allen, 1st Rounder Mike Williams, Tyrell Williams, Dontrelle Inman, Travis Benjamin, dazu als Tight Ends die lebende Legende Antonio Gates und der äusserst vielversprechende Hunter Henry.

15) Kirk Cousins (Washington Redskins – 2016: 4917 Yards, 25 TD, 12 INT)

You like that??? Kirk, ich bin mir nicht sicher… 2016 die drittmeisten Passing Yards der NFL, zum zweiten Mal in Folge über 4000 Yards erworfen. Warum mag ihn Detti nicht? Nun: mit Pierre Garcon und DeSean Jackson hat Cousins über 2000 Receiving Yards aus der letzten Saison verloren (Garcon ging zu den 49ers, Jackson nach Tampa). Und der Offensivguru Sean McVay ist nun Head Coach der Rams. Deshalb.

 


Der Rest vom Schützenfest:

 

16) Eli Manning (New York Giants – 2016: 4027 Yards, 26 TD, 16 INT)

17) Carson Palmer (Arizona Cardinals – 2016: 4233 Yards, 26 TD, 14 INT)

18) Andy Dalton (Cincinnati Bengals – 2016: 4206 Yards, 18 TD, 8 INT)

19) Tyrod Taylor (Buffalo Bills – 3023 Yards, 17 TD, 6 INT)

20) Blake Bortles (Jacksonville Jaguars – 2016: 3905 Yards, 23 TD, 16 INT)

 


Somit ist alles gesagt. Beim nächsten Mal geht’s weiter mit den Running Backs!

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Danke für die Aufmerksamkeit.

Voller Liebe grüsst euch

Detti

 

Foto-Quelle: Instagram

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Detti
Geschrieben von Detti
Fantasy Nerd - Seahawks-Fan seit den frühen 2000ern (als Mike Holmgren dünn war und Matt Hasselbeck Haare hatte) - Kellerkind - königlich-bayrisches Konsulat der Footballerei