Was ist besser als Volltreffer auf der wichtigsten Position im Fantasy Football? Klar: Geheimtipps für die wichtigste Position – unsere Top 3 RB Sleepers 2017! Wobei, na ja, seht’s mir nach: sind dann doch ne Handvoll Spieler geworden. Ich konnte mich ums Verrecken nicht entscheiden und hab die Rookie-Jungspunde einfach mal in einem Block zusammengefasst. Sorry.

Die erste Frage, die sich mir nach euren Reaktionen auf meine Quarterbacks beim letzten Mal stellte, ist die: wie definiert man eigentlich nen Fantasy-Sleeper? Lasst es mich so formulieren: ein Sleeper ist jeder Spieler, der besser abliefert als es die Stelle vermuten lässt, an der er in den meisten Fantasy-Drafts gepickt wird.



1a) Kareem Hunt (Kansas City Chiefs – Rookie, 3rd Round, Toledo)

In 4 Jahren auf dem College erlief Hunt knapp 5,000 Yards und 44 TDs. 2016 erlebte er zudem seinen Durchbruch als Passempfänger (41/403/1 TD). Von den Chiefs in der dritten Runde des diesjährigen Drafts gepickt, bin ich mir sicher, dass er früher oder später Spencer Ware als No. 1-Back ablösen wird.

KC sucht neben WR Tyreek Hill händeringend nach Playmakern, nachdem die Ära von Jamaal Charles zu Ende gegangen ist – Ware ist keiner (nur ein Spiel mit >100 Rushing Yards 2016), Hunt könnte einer werden.


1b) Dalvin Cook (Minnesota Vikings – Rookie, 2nd Round, Florida State)

Bereits in den ersten beiden Preseason-Spielen deutete Cook an, was in ihm steckt. Vor allem als Receiver für ‚Checkdown Charlie‘ Sam Bradford wird er eine wichtige Rolle 2017 spielen (knapp 15 Yards/Catch im letzten College-Jahr).

Aber solange Kollege Latavius Murray noch immer nicht die Folgen seiner Knöchel-OP überwunden hat, stehen Cook alle Türen auch als klassischer Running Back offen. Cook erinnert mich stark an Devonta Freeman (Falcons). Lediglich an der Goalline dürfte Murray 2017 die Nase vorn haben.


1c) Joe Mixon (Cincinnati Bengals – Rookie, 2nd Round, Oklahoma)

Witzigerweise werden Cook und Mixon aufgrund des NFL-Drafts 2017 für immer eine gemeinsame Geschichte haben: die Vikings tauschten mit den Bengals deren Pick in Runde 2 (No. 41) und schnappten sich mit diesem Cook, während Cincinnati mit dem vorherigen Pick der Vikings (No. 48) eben Mixon holte.

Hätte Joe Mixon nicht vor einigen Jahren eine Frau bewusstlos geschlagen, wäre er ein sicherer 1st Round-Draftpick gewesen. Sein Talent ist entscheidend. Und das wird sich auch in Cincinnati durchsetzen. Mixon ist ein besserer Spieler als Jeremy Hill und Gi0 Bernard zusammen.


2) Ameer Abdullah (Detroit Lions – 2016: 101 Rushing Yards)

Die Running Backs der Detroit Lions. Eine Geschichte voller Missverständnisse, mangelndem Talent und Verletzungen. Dies ist die vermutlich letzte Chance für Abdullah (2nd Round-Draftpick 2015) zu beweisen, dass er nicht nur ein weiteres trauriges Kapitel in der Gruselstory ‚Laufspiel‘ des Traditionsteams aus Michigan sein wird.

2015 spielte er die meiste Zeit mit nem lahmen Flügel (Schulter-OP nach der Saison) und verlor zu viele Fumbles. In den ersten anderthalb Spielen 2016 deutete er an, was er in der Offense der Lions sein kann – 2017 wird sein Jahr.


3) Mike Gillislee (New England Patriots – 2016: 5,7 Yards/Lauf, 8 TD)

Gillislee hat seit mittlerweile zwei Wochen kein Training mehr für die Patriots bestritten (Oberschenkel). Blöd. Und viel Glück dabei, jemals von Bill Belichick ne klare Antwort auf verletzungsbedingte Zwangspausen seiner Spieler zu bekommen – es ist also äusserst unwahrscheinlich, dass vor dem Saisonstart Klarheit über die Schwere der Verletzung herrschen wird.

SOLLTE Gillislee aber noch rechtzeitig fit werden, spricht vieles für ihn: jeweils 5,7 Yards/Lauf während seiner beiden Jahre in Buffalo, 8 TDs allein 2016 bei den Bills. Ach ja: LeGarrette Blount erlief letzte Saison 18 Touchdowns – und ist nicht mehr in New England.


Wenn ihr euch fragt, wo denn hier eigentlich die Rookies Leonard Fournette (JAX) oder Christian McCaffrey (CAR) geblieben sind? Die beiden dürften zu früh in euren Fantasy-Drafts vom Board verschwinden, als dass man sie noch als Sleepers oder ‚Steals‘ bezeichnen dürfte.

Durchaus in diese Kategorie fallen dagegen Jungs wie Jamaal Williams (GB), Samaje Perine (WAS), Joe Williams (SF), D’Onta Foreman (HOU), Wayne Gallman (NYG) oder Marlon Mack (IND). Haut rein, Freunde.


In ein paar Tagen geht’s an dieser Stelle weiter mit den Wide Receivern.

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Die Menschen müssen mehr Fantasy Football spielen.

Es grüsst euch

Detti

 

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Geschrieben von Detti
Fantasy Nerd - Seahawks-Fan seit den frühen 2000ern (als Mike Holmgren dünn war und Matt Hasselbeck Haare hatte) - Kellerkind - königlich-bayrisches Konsulat der Footballerei