Freunde, während die ersten Fantasy Football-Drafts schon rum ums Eck sind, bereiten sich die meisten GMs noch akribisch auf den wichtigsten Tag der Saison vor. Daher ist es nun an der Zeit, etwas tiefer in die Marterie einzutauchen und den Blick auf die verborgenen Perlen auf jeder Position zu werfen. Wir beginnen mit unseren Top 3 QB Sleepers 2017!

Quarterback ist im wirklichen Leben die wichtigste Baustelle jedes NFL-Teams – im Fantasy Football hingegen ist es kein Problem, sich erstmal auf Running Backs und Wide Receiver zu stürzen und das Thema QB ganz gelassen in späteren Runden anzugehen. Auf welche Spieler ihr da im Speziellen ein Auge haben solltet? Bitte sehr.



1) Derek Carr (Oakland Raiders – 2016: 3,937 Yards, 28 TD, 6 INT)

Bereits im letzten Jahr in den Top 10 der Fantasy-Quarterbacks, wird es in der kommenden Saison nur weiter nach oben gehen für den 26-jährigen Raider. Hätte sich Carr nicht in Woche 16 die Haxe gebrochen, hätte er die 4000-Yard-Marke geknackt. Auffällig war aber vor allen Dingen seine große Effizienz – nur 6 Pässe, die 2016 beim Gegner landeten.

Klar, ein Receiver-Duo wie Amari Cooper und Michael Crabtree macht das Arbeiten angenehmer. Nun hat Carr aber auch noch mit Jared Cook einen beeindruckenden Tight End obendrauf bekommen – von Marshawn Lynch und einem Laufspiel, das viel Druck vom Passangriff nehmen wird, ganz zu schweigen. Der gegnerische Defensive Coordinator wird wöchentlich viel Freude haben, einen sinnvollen Gameplan gegen diese Offensivpower zu entwerfen. Herzlichen Glückwunsch.

Ach ja: zum Saisonstart geht’s gegen die Titans (drittschlechteste Passverteidigung 2016) und die Jets (2016 die fünftmeisten Passing TDs zugelassen). Mahlzeit. Ups. Fast die (mit den Cowboys) beste Offensive Line der Liga vergessen. Sorry.


2) Marcus Mariota (Tennessee Titans – 2016: 3,426 Yards, 26 TD, 9 INT)

Ähnlich wie Carr zeichnet sich Marcus Ardel Taulauniu (zu schön, oder?) Mariota dadurch aus, keine Scheiße zu bauen. Entschuldigt bitte den Ausdruck! Jetzt ist es an der Zeit, die Leinen loszulassen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Titans dem Hawaiianer in seiner dritten NFL-Spielzeit etwas mehr Freiheiten zugestehen und er a) mehr Risiko auch bei tiefen Pässen eingehen als auch b) noch mehr von seinen Qualitäten als Läufer zeigen wird (349 Rushing Yards, 2 TD 2016).

Mariota hat wie Carr die vergangene Saison mit einem gebrochenen Bein beendet, aber dies sollte für die kommende Spielzeit kein Thema mehr sein – und genau wie in Oakland kann sich die gegnerische Defense nicht darauf konzentrieren, den Pass zu verteidigen. Das Laufspiel mit Murray und Henry ist eines der besten in der NFL.

Was nicht schaden wird: mit 1st Round-Rookie Corey Davis und Redzone-Spezialist Eric Decker hat Mariota nun endlich einmal ernstzunehmende Receiver im Team. Dazu kommen mit Rishard Matthews (WR) und Delanie Walker (TE) bewährte Kräfte.


3) Jameis Winston (Tampa Bay Buccaneers – 2016: 4,090 Yards, 28 TD, 18 INT)

Merkt ihr was? Winston hat zwar 2016 die 4,000er-Schallmauer durchbrochen (da verletzungsfrei), aber der große Unterschied zu den beiden Erstgenannten: 3x so viele Interceptions wie Carr, doppelt so viele wie Mariota.

Gleich in der Auftaktfolge von ‚Hard Knocks‘ legte Head Coach Dirk Koetter auch seinen wurstigen Finger genau in diese Wunde: verlier uns kein Spiel, Junge! Weniger Risiko – unsere Defense ist mittlerweile stark genug. Und hier liegt meiner Meinung nach der einzige Hund begraben, der eine starke Fantasy-Saison von Winston verhindern kann: das Playcalling der Buccaneers. Bereits im letzten Jahr legten die Coaches durchgehend viel Wert auf einen ausgeglichenen Gameplan, selbst als Running Back Doug Martin zum Saisonende ausfiel.

Aber: Winston wird 2017 mit Mike Evans weiterhin auf einen der besten (und meistunterschätzten) NFL-Receiver werfen dürfen – und auf den vermeintlich kongenialen ‚Deep Threat‘ DeSean Jackson als perfekte Ergänzung. Addiert man dann noch die Tight Ends Cameron Brate (8 TDs 2016) und Rookie-Granate O.J. Howard dazu, kann fast nichts mehr schiefgehen. Oder?


Die weiteren Schlafmützen:

  • Ben Roethlisberger (Pittsburgh Steelers)
  • Philip Rivers (LA Chargers)
  • Dak Prescott (Dallas Cowboys)
  • Matthew Stafford (Detroit Lions)
  • Carson Palmer (Arizona Cardinals)

Beim nächsten Mal beschäftigen wir uns sleepertechnisch mit der wichtigsten Position im Fantasy Football: den Running Backs. Hilft ja nix.

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Die Menschen müssen mehr Fantasy Football spielen.

Es grüsst euch

Detti

 

Video-Quelle: YouTube

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Detti
Geschrieben von Detti
Fantasy Nerd - Seahawks-Fan seit den frühen 2000ern (als Mike Holmgren dünn war und Matt Hasselbeck Haare hatte) - Kellerkind - königlich-bayrisches Konsulat der Footballerei