„Sind die noch zu retten? Was zum Henker denken sich die Vollpfosten bei den Buffalo Bills und New York Jets eigentlich?“ So oder so ähnlich beginnen wohl Kneipendiskussionen, wenn es um das Thema „Tanking“ geht. Wieso gewinnen, wenn man doch dadurch am nächsten College-Quarterback-Messias vorbeisegelt?!

Ich gebe es ja zu, auch ich habe vor allem den Jets keine zwei Saisonsiege zugetraut. Eher hätte ich erwartet, dass Donald Trump mit dem Tweet „I’m too stupid for this“ von seinem Amt zurücktritt, dass man (oder eher Frau) für das Tragen von Cameltoe-Hosen zwei Jahren Haft ohne Bewährung erhalten, oder dass Jay Cutler die Dolphins ins gelobte Land führt. OK, ich geb’s zu: die Cutler-Nummer ist übertrieben. Weiß ich selbst. Aber ihr versteht, was ich meine.


Doch auch wenn ich den Jets oder Bills nicht sonderlich viel zugetraut habe, eines war mir klar: Was auch immer das Management da mit den Aktionen der vergangenen Monate vorhat, die Jungs auf dem Feld werden fighten. Denn das sind Profisportler. Glaubt ihr wirklich, dass sich auch nur einer von denen Gedanken darüber macht, wen das Team im nächsten Draft verpflichten könnte? Natürlich nicht. Denn darauf haben Spieler keinen Einfluss. Und gerade bei den Jets und den vielen Rauswürfen im Frühjahr weiß doch keiner, ob er morgen noch in New York unter Vertrag steht oder auf Jobsuche ist. Als Profi gehst du also da raus und hast nur eines im Sinn: GEWINNEN!

These 38: Die QB Class 2018 ist schlechter als die von 2017

Vielleicht klappt das nicht sonderlich oft, aber aufgeben kommt nicht in Frage. Ganz ehrlich: Das ist nicht nur die richtige Einstellung, das ist auch eine weise Einstellung. Denn ich kann dieses ganze Gelaber über die „Class of 2018“ nicht mehr hören.

Das soll die beste Quarterback-Klasse EVER sein. Und das wurde schon gesagt, bevor die 2017er Klasse überhaupt gedraftet wurde. Selbst unser Remo träumt jede Nacht davon, sich sein Sam Darnold 49ers-Trikot überzuziehen. Aber wer sagt, dass das ein feuchter Traum ist? Vielleicht ist es auch ein Albtraum.

Im neuen Concussion Protocol Video erkläre ich euch, warum man vorsichtig mit diesem Hype sein sollte. Denn eine Quarterback-Klasse wie 1983 wird es wohl nie wieder geben. Und wenn die 2018er Jungs so weiterspielen wie bisher, droht eine Wiederholung des 2011er Fiaskos…

Darüber hinaus bekommt ihr auch diese Woche wie gewohnt die „Wurst der Woche“ zu sehen. Shane Falco wird auch geehrt, es gibt eine dicke Kelle College Football und selbstverständlich packe ich euch mein Power Ranking aufs Pausenbrot. Die Top3 erfahrt ihr in der Show. Die Plätze 4-10 lest ihr hier.

Power Ranking:

Die Plätze 1-3 werden hier nicht mehr verraten. Dafür müsst ihr dann doch mal das Video anklicken. Nur soviel sage ich euch: Auf den ersten drei Plätzen befinden sich vier Teams. Das passiert, wenn man ne 5 in Mathe hatte…

5 Denver Broncos (letzte Woche #7): Diese Defense ist ne Macht – vor allem gegen den Lauf. Im Schnitt lassen die Broncos nur 50 Yards pro Spiel zu. Dazu wirkte die Offense gegen Oakland auch wieder gefestigter.

6 Atlanta Falcons (#2): Nach der Nummer gegen die Bills geht es einige Plätze runter. Auch wenn Jones und Sanu gefehlt haben, Ryan sah nicht sonderlich überzeugend aus.

7 Green Bay Packers (#12): Die beste Performance der Defense in dieser Saison. Das große Fragezeichen ist und bleibt aber die Offensive Line.

8 New England Patriots (#4): Diese Defense ist tatsächlich so schlecht, wie sie in Woche1 aussah. Jeder QB wirft über 300 Yards gegen den Meister. Da hilft auch ein 40-jähriger QB in der Form seines Lebens nicht viel.

9 Buffalo Bills (#18): Fetter Sprung nach oben. Aber absolut verdient. Buffalos Defensive spielt knallhart und lässt nicht viel zu. Tyrod Taylor wird nie ne Granate, aber gerade spielt er seinen besten Football.

10 Pittsburgh Steelers (#11): Die Bilanz stimmt. Aber irgendwie rollt die Offense noch nicht.

SORGENKIND DER WOCHE: Kein Sam Bradford und nun auch kein Dalvin Cook. Die Offense der Vikings fällt ins Steinzeitalter zurück. Auch wenn Bradford bald wieder spielen sollte, frage ich mich, ob Minnesota einen Einbruch wie im Vorjahr verhindern kann.

30 Indianapolis Colts (#29): Dank der eigenen Defensive haben die Colts 30 Minuten gut mithalten können gegen Seattle. Doch am Ende wurde der Klassenunterschied mehr als deutlich.

31 San Francisco 49ers: (#31) Erneut hart gekämpft. Erneut knapp verloren. Wenn die nicht bald ein Erfolgserlebnis haben, droht der komplette Einbruch.

32 Cleveland Browns: (#32) Siehe mein Eintrag aus der Vorwoche.

Back 2 School Poll:

Auch diese Woche verrate ich euch, wer meiner Meinung nach die zehn besten Colleges der laufenden Saison sind.

1 Alabama (5-0): 66 Punkte. Gegen Ole Miss. Zwei Siege in Folge mit +50 Punkten in der besten Conference der USA. Wer soll dieses Team aufhalten?

2 Clemson (5-0): Drei Siege über Top15 Teams in den ersten fünf Wochen. Dieses Team wird definitiv wieder um den Titel mitspielen.

3 Oklahoma (4-0): Die Sooners hatten eine Woche frei. Nächster Gegner: Iowa State.

4 Georgia (5-0): 41:0 in Tennessee. Das war die höchste Heimniederlage der Vols seit 1905. Diese Bulldogs könnten der einzige ernstzunehmende Gegner für Alabama in der SEC sein.

5 Penn State (5-0): Hatte ich schon erwähnt, dass Saquon Barkley unfassbar ist? Schaut euch die Highlights des Herren vom letzten Wochenende an und ihr wisst, wer 2018 in Runde 1 gedraftet werden wird…

6 Washington (5-0): Nach dem Bock von USC sind die Huskies das Aushängeschild der Pac-12. QB Jake Browning überzeugte vor allem in der zweiten Halbzeit gegen überforderte Bieber von Oregon State.

7 Ohio State (4-1): Die Buckeyes nutzen die Gunst der Stunde (Michigans Bye-Week) und klettern einen Platz rauf. J.T. Barrett ist jetzt der All-Time Leading-Passer für OSU (7.266 Yds) und Rutgers wurde in 2016/17 in zwei Spielen mit insgesamt 114:0 Punkten zerstört.

8 Michigan (4-0): Die Wolverines hatten eine Woche frei. Die wurde genutzt, um sich intensiv auf den kommenden Klassiker gegen Michigan State vorzubereiten.

9 Washington State (5-0): Die kleinste Uni der Pac-12 geht unter Mike Leach endlich steil. Fetter Statement Win gegen USC – nicht nur dank QB Luke Falk, sondern auch dank der Defense.

10 Wisconsin (4-0): Komisches Spiel gegen Northwestern. Nach einem Halbzeit-Rückstand zogen die Badgers auf 31:10 davon, nur um am Ende zittern zu müssen. In Nebraska brauchen sie mehr Konstanz (vor allem von QB Alex Hornibrook).

Auch stark: TCU (hatten spielfrei), Miami (Fl.), Oklahoma State, Louisville, USC, Auburn.

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In diesem Sinne,

Euer Stolle

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Stolle
Geschrieben von Stolle
PR Pro (Hamburg Freezers, Oakland Raiders, NFL Europe) - Packer Backer - Dreamer - Hard Worker - Proud Dad.