Oh, Baby, es ist wieder soweit. Der Sonntag steht vor der Tür! Und was das heißt, sollte jedem klar sein: NFL-SUNDAY!!! Für den 8. Spieltag haben sich die Verantwortlichen der NFL aber auch wirklich selbst übertroffen. Der Sonntag ist so gespickt mit heißen Matchups, dass ich Schwierigkeiten hatte, davon 4 auszuwählen. Ich habs trotzdem getan, aber lest selbst.

Washington Redskins @ Cincinnati Bengals

Kirk Cousins gegen Andy Dalton. Hört sich jetzt erst mal nicht nach nem Knaller an, aber zum ersten Mal ist die Footballerei direkt vor Ort und nimmt sich die beiden Signal Caller mal vor. Da bleibt kein Auge trocken und kein Stein auf dem anderen. Mehr dazu gibt es von Flo und Stolle, also kümmere ich mich lieber um das eigentliche Spiel.


„Die ewigen Zweiten (mehr oder weniger)“

„Stimmt doch gar nicht, die Redskins sind amtierender Division-Champ.“ Ja, klar haben Cousins und seine Mannen letztes Jahr die damals noch extrem schwache NFC East gewonnen. Aber das Team hat den typischen Look eines Zweiten… Der Quarterback ist ok, aber nicht wirklich gut. Die Defense ist passabel, die Receiver sind stark, aufgrund des mangelnden Laufspiels aber eigentlich immer gut gedeckt.

Die Cincinnati Bengals sind das NFL-Äquivalent zu Vizekusen: Immer ganz gut, nur gewinnen tun sie nie, vor allem keine Playoff Spiele. In seinen fünf Jahren bei den Bengals erreichte Andy Dalton fünf Mal die Playoffs und ist fünf Mal in der Wildcard-Runde ausgeschieden… Auch in dieser Saison spielt Dalton bislang eine gute Regular Season und steuert geradewegs auf den 2. Platz der AFC North und ein frühes Playoff aus zu…

Einschätzung

Andy Dalton ist ohne Frage der bessere Quarterback in diesem Spiel, und auch was das Laufspiel und die Defense angeht, sind die Bengals den Redskins überlegen. Dazu kommt, dass bei den Redskins Josh Norman und Jordan Reed gerade erst von einer Gehirnerschütterung gecleart wurden. Ich tippe auf einen recht souveränen Sieg der Bengals. YOU LIKE THAT KIRK?

Washington 16 – Cincinnati 27

Arizona Cardinals @ Carolina Panthers

Viel hat sich geändert, seitdem diese Teams das letzte Mal gegeneinander gespielt haben. Die Panthers, die im NFC-Championship-Spiel die Cardinals vernichtet haben, müssen um eine Playoff-Teilnahme zittern. Und die Cardinals, auf dem Papier eines der besten Teams der NFL, haben scheinbar gerade noch rechtzeitig das Ruder rumreißen können. Ein spannendes Spiel sollte es allemal werden.

„Das Rematch“

Beide Teams haben am Sonntag absolut nichts zu verlieren. Sollten die Panthers dieses Spiel zu Hause verlieren, können sie ihre Saison eigentlich abhaken. Auf der anderen Seite müssen auch die Cardinals um einen Playoff-Platz kämpfen und sind nach der Schmach im letzten Aufeinandertreffen sicherlich doppelt motiviert, Cam Newton und „Riverboat Ron“ zu schlagen.

Die Ausgangssituationen beider Teams haben sich seit dem 24. Januar 2015 dramatisch geändert: Die Panthers finden offensiv keinen Rhythmus und können defensiv ums Verrecken niemanden stoppen. Dagegen haben die Cardinals ihren Fokus verschoben. War in der letzten Saison noch ihre Offense eine der gefürchtetsten der gesamten NFL, lassen sie bislang hauptsächlich David Johnson laufen oder versuchen, die Spiele dank ihrer Defense zu gewinnen.

Einschätzung

Carolina braucht Cam Newtons Superkräfte, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. Aber alleine schafft auch Superman das wohl nicht. Die Defense muss endlich anfangen, die Gegner aus der Endzone zu halten. Mittlerweile glaube ich kaum noch an eine Kehrtwende in Charlotte, besonders nicht gegen wiedererstarkte Cardinals.

Arizona 26 – 20 Carolina

Green Bay Packers @ Atlanta Falcons

Uns erwarten Highlights am Fließband. Aaron Rodgers und Matt Ryan gehören definitiv zum Besten, was in der NFL under Center steht. Und so ein Duell kriegt man nicht an jedem Sonntag geboten. Trotz der zwei Niederlagen in Folge bin ich mittlerweile von den Falcons überzeugt. Zwar jagt die Defense niemandem Angst ein, spielt aber solide. Und die Offense um Julio Jones bringt gegen jeden Gegner Punkte aufs Brett.

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„Quarterback Extravaganza“

„Matty Ice“ führt die NFL in Passing Yards und Julio Jones die Liga in Receiving Yards an. Damit hat Atlanta auch ligaweit die beste Total Offense (433.6 Yards). Gegen solche Werte sieht die Offensive der Packers natürlich aus wie ein Kindergeburtstag. Aber ich werde den Teufel tun und die Offensive von Green Bay für durchschnittlich erklären solange eine gewisser Herr Rodgers dort den Ball wirft. Denn egal wie durchschnittlich seine Mitspieler sind, es kann immer passieren, dass Aaron ein paar Wunderpässe aus dem Hut zaubert.

Was den Packers und vor allem Rodgers zur Zeit jedoch schwer zu schaffen macht, ist die völlige Abwesenheit eines funktionierenden Laufspiels. Und das Knile Davis die Antwort auf das Problem sein soll, wage ich zu bezweifeln. Die Falcons haben dagegen ein extrem variables Lauf-Komitee aus zwei talentierten Backs, die auch im Passspiel eine wichtige Rolle übernehmen können.

Einschätzung

Die Packers kommen bislang noch nicht so richtig ins Rollen. Und das, obwohl die O-Line eine überragende Saison spielt und Rodgers alle Zeit der Welt hat, um einen offenen Receiver zu finden. Problem ist nur: Es sind zu selten Receiver frei… Da das Running Game quasi nicht existent ist und die Passempfänger das Wort Turbo nicht unbedingt im Namen tragen, geht da momentan nicht allzu viel. Ich denke, das komplettere Team wird hier das Ding schaukeln.

Atlanta 30 – 24 Green Bay

Philadelphia Eagles @ Dallas Cowboys

Rookie Showdown! Division Rivalry! Dieses Matchup bietet so ziemlich alles, worauf man sich bei einem Footballspiel freuen kann. Spiel, Spaß und Spannung sind garantiert. Und wie bei einem Überraschungs-Ei ist der „Outcome“ ungewiss. Beide Teams sind – dank sensationeller Leistungen ihrer Rookies – unerwartet stark in die Saison gestartet und machen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme.

DT if your excited for #PHIvsDAL !! #FuckDallas #GoPhilly

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„The King is dead, long live the King“

Böse Zungen behaupten Cliff Avril wäre Dallas MVP, weil er Romo in der Preseason verletzt hat. Soweit will ich nicht gehen, aber so viel Spaß haben die Cowboys – seit Troy Aikman der Starting QB war – nicht mehr gemacht. Zumal Prescott der Offense mit seiner Athletik eine völlig neue Dimension gibt. Dabei sollten wir aber auch Ezekiel Elliott nicht vergessen. Der Rookie-Running-Back ist der NFL-Leader in Rushing Yards und scheint nicht zu stoppen zu sein.

Auch in Philadelphia werden in dieser Saison viele Hände geschüttelt und Schultern geklopft. Besser hätte das Uptraden für den No. 2 Pick nicht laufen können. Carson Wentz scheint der perfekte Mann für die Gegenwart und Zukunft – und dank einer Verletzung von Teddy Bridgewater hat man sogar noch einen First Round Pick zurückbekommen für einen extrem teuren und extrem unbeliebten Sam Bradford.

Abgesehen davon bietet dieses Spiel auch auf dem Feld Spannung pur. Die Eagles haben am vergangenen Sonntag die bis dahin ungeschlagenen Vikings vermöbelt und die Cowboys konnten vor ihrer Bye Week die Packers im Lambeau Field entzaubern.

Einschätzung

Beide Teams machen einen souveränen Eindruck und scheinen jeden Gegner schlagen zu können. Aber trotz des Sieges gegen die Vikings hat Wentz in den letzten Spielen nicht mehr so souverän gewirkt wie noch zu Beginn der Saison. Da die Cowboys auch noch zu Hause spielen, sollten Elliott und Prescott das Ding eigentlich nach Hause bringen.

Philadelphia 23 – 28 Dallas

 

 

Fotos: Twitter/Instagram

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Remo
Geschrieben von Remo
Kurz und knackig zur Person: - abgeschlossenes Sportmanagementstudium - freier Sportjournalist/-marketer - Social-Media Ratte - 49ers-Fan - Berliner - Herthaner