Was ein Spieltag!!! Woche 10 in der NFL war ohne Frage die aufregendste der bisherigen Saison. Die Rookie-Show von Zeke und Dak im Schlagabtausch mit Big Ben im Heinz Field, die Implosion von Philip Rivers im letzten Viertel gegen die Dolphins, ein geblockter Extrapunkt, der das Spiel für die Broncos in New Orleans entschied – und zum krönenden Abschluss Sonntag Nacht das Rematch von Super Bowl 49, das erneut mit einem Pass an der Goalline zu Ende ging… Wow.

Auch in Sachen Fantasy Football war einiges geboten am letzten Wochenende. So fand die Marcus Mariota-Show der letzten Spiele auch zuhause gegen die Green Bay Packers eine eindrucksvolle Fortsetzung. In den letzten 6 Spielen warf Mariota 17 (!) Touchdowns bei nur 3 Interceptions und zählt somit zu den Top 3 Fantasy-Quarterbacks. Wir hatten ihn euch hier im Waiver Wire bereits in Woche 6 ans Herz gelegt – hoffentlich habt ihr uns erhört. Machen wir uns auf die Suche nach einem neuen Mariota…



Quarterback

Colin Kaepernick (San Francisco 49ers)

Sieh an. Kaep is back. Nachdem er zu Beginn der Saison ausschließlich durch seine sensationelle Frisur und die Tatsache aufgefallen war, dass er beim Abspielen der amerikanischen Nationalhymne gerne kniet, ist er nun nach zwei starken Auftritten zurück auf dem Fantasy-Radar.

?? #GoNiners

A photo posted by San Francisco 49ers (@49ers) on

Bereits gegen die Saints warf der 29-jährige für knapp 400 Yards, eine für ihn fast schon historische Leistung. So kommt (und kam) Kaepernick normalerweise selten über die 200-Yard-Marke… Was ihn für Fantasy Footballer jedoch schon immer interessant gemacht hat, waren seine Fähigkeiten als Läufer. Zusätzliche Punkte, die seine Quarterback-Kollegen (mit Ausnahme von Cam Newton) einfach nicht bieten können. So lief Kaepernick vergangenen Sonntag im überraschend engen Spiel gegen Arizona für über 50 Yards und 1 Touchdown. In Woche 11 geht es gegen wütende Patriots, die vermutlich genügend Punkte gegen die 49ers-Defense machen werden. Und so wird neben seinen Beinen auch wieder Kaepernicks Wurfarm gefragt sein.


Running Back

Kenneth Dixon (Baltimore Ravens)

Wachablösung im Backfield der Baltimore Ravens? So weit sind wir noch nicht. Aber was Rookie Kenneth Dixon im Thursday Night Game gegen die Browns geboten hat, war äußerst vielversprechend. Nach einer vorangegangenen Bye Week laut eigener Aussage zum ersten Mal zu 100% fit, hatte der 22-jährige von der Louisiana Tech University 6 Rushes für 38 Yards und 5 Catches für weitere 42 Yards.

Shining bright under these lights ? #CLEvsBAL #PlayLikeARaven

A photo posted by Baltimore Ravens (@ravens) on

Bis vor einigen Wochen spielte Dixon klar die zweite Geige hinter Terrance West. Durch eine Knieverletzung war Dixon außer Gefecht gesetzt und West schnappte sich den Job im Team von John Harbaugh. In den letzten drei Spielen erreichte West allerdings nie mehr als 65 Yards und musste sich nun fast 50% der Snaps mit Kenneth Dixon teilen. Vor allem seine Fähigkeiten im Passspiel machen diesen für Fantasy Footballer bereits jetzt interessant. Auch wenn die Wachablösung noch auf sich warten lässt.


Wide Receiver

Cameron Meredith (Chicago Bears)

Eine Offensivwaffe der Chicago Bears als sinnvolle Neuverpflichtung für das Fantasy Team??? Guter Scherz. Nach dem desaströsen Auftritt von Quarterback Jay Cutler am letzten Sonntag in Tampa muss die Frage erlaubt sein, ob außer Running Back Jordan Howard für den Rest der Saison noch ein weiterer Spieler bei den Bears fantasyrelevant sein könnte.

#81 going ???

A photo posted by Chicago Bears (@chicagobears) on

Durch die gestrige Meldung allerdings, dass Top-Receiver Alshon Jeffery aufgrund Dopings nun für die nächsten vier Spiele gesperrt wurde, wird sein Kollege Cameron Meredith plötzlich hochinteressant. Man hat von diesem seit der Rückkehr von Jay Cutler zwar nicht mehr viel gehört, aber dass er zu großen Leistungen fähig ist, hat er vor einigen Wochen gegen Indianapolis (130 Yards) und Jacksonville (113 Yards) unter Beweis gestellt. Damals kamen die Pässe zwar von Brian Hoyer – aber irgendwen muss Cutler ja anwerfen, richtig?


Tight End

Ladarius Green (Pittsburgh Steelers)

3 Catches für 30 Yards. So liest sich der erste Arbeitsnachweis (nach langer Verletzungspause) für den Neuzugang aus San Diego für die Pittsburgh Steelers. Nicht spektakulär – aber wenn man bedenkt, welche athletischen Fähigkeiten der gebürtige Berliner (!) in San Diego immer wieder aufblitzen ließ, könnte dies der Beginn einer starken zweiten Saisonhälfte sein.

We have activated TE Ladarius Green from the Reserve/PUP List to the active roster and released LB L.J. Fort.

A photo posted by Pittsburgh Steelers (@steelers) on

Jahrelang hatte der 26-jährige bei den Chargers das Problem, dass er an Antonio Gates nicht vorbeikam. War dieser mal verletzt, lieferte Green allerdings ab. 1,98m, knapp 110kg, ein 40-yard-Dash von 4,53sec. – mit diesen Attributen wurde dem ehemaligen Viertrunden-Draftpick immer eine große Karriere auf seiner Position zugetraut. Gegen die Cleveland Browns (zweitschlechteste Defense gegen Tight Ends, die meisten Yards und bereits 8 Touchdowns zugelassen) könnte Green weiter daran arbeiten.


Defense

New York Giants

Gegen die Chicago Bears beenden die New York Giants ihre Serie mit drei Heimspielen in Folge. Bereits gegen die Los Angeles Rams in London deutete die Truppe um Defensive Coordinator Steve Spagnuolo an, zu was sie imstande sein könnte. Wurde auch Zeit, immerhin investierten die Giants in der diesjährigen Offseason massiv in die Free Agents Olivier Vernon, Janoris Jenkins und Damon Harrison. In den letzten beiden Wochen zuhause gegen Philadelphia und heute Nacht gegen die Bengals spielten die Giants defensiv weiter solide – vor allem Safety Landon Collins entwickelt sich zum Alptraum für gegnerische Quarterbacks. In Woche 11 kommt Jay Cutler ohne seinen besten Receiver Jeffery nach New York. Seine Bilanz vom vergangenen Spieltag gegen die Buccaneers: 2 Interceptions, 2 Fumbles, 4 Sacks.

 

Foto-Quelle: Instagram

Teilen:
Detti
Geschrieben von Detti
Fantasy Nerd - Seahawks-Fan seit den frühen 2000ern (als Mike Holmgren dünn war und Matt Hasselbeck Haare hatte) - Kellerkind - königlich-bayrisches Konsulat der Footballerei